Szenariosammlung (PSI): Unterschied zwischen den Versionen

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== Arbeitsgruppe: Frauen- und Eigentumsteilung ==
 
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Version vom 24. Juni 2009, 18:20 Uhr

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verworfen: Skoraste holt Gyges ins Schloss

Wir dachten uns, dass mehrere Optionen das Spiel interessanter machen, deshalb haben wir mehrere Entscheidungsmöglichkeiten eingebaut. Ob sich das alles umsetzen lässt oder die Sache nur unnötig verkompliziert, können wir leider beide nicht einschätzen. Deshalb bitten wir um Rückmeldung!!!

Skoraste schreibt an ihrer Diplomarbeit zum Thema „Gerechtigkeit“. Sie will dafür ein Experiment machen, um ihre These (= die Grundannahme der Politeia: Gerechtigkeit führt zu Gerechtigkeit) empirisch zu überprüfen. Mit der Arbeit erhielte sie den Titel einer Philosophin, wäre qualifiziert, das Buch zu lesen und könnte sodann Herrscherin an Notalps Seite werden. Da sie eine Bürgerin des Schlosses ist, sieht sie die dort herrschenden Umstände als gerecht an, wie jeder andere, der dort lebt. Ob ihre Hypothese, dass ein Ungerechter durch gerechte Behandlung gerecht werde, sich erfüllt oder nicht, kann erst nach der Schlussentscheidung des Gyges herausgestellt werden. Am Ende des Spiels wird sie also ihre Arbeit einreichen können. Skoraste will Gyges nicht in das Experiment einweihen und beschließt, ihn mit der Aussicht auf eine Bleibe in das Schloss zu locken.

[Ich habe mir diesen Hintergrund nur überlegt, weil ich die Entscheidung Skorastes, Gyges in das Schloss zu holen, irgendwie begründen wollte. Ich fände es zu einfach, diesen Zug mit moralischen Motiven zu erklären, indem sie Gyges entweder wirklich helfen will (und völlig naiv handelt) oder ihn zur Umerziehung holt (woraus sich wieder die Schwierigkeit ergibt, dass es eine Vorgeschichte braucht, eine Verhaftung o.ä. und außerdem einen triftigen Grund, warum sich Gyges dann wider Willen so interessiert in die einzelnen Geschichten engagiert). Die Diplomarbeit nebenbei zu erwähnen, dürfte den Spielablauf nicht beeinflussen und auch die Wertung des Spiels nicht. Ich habe aber vollstes Verständnis, falls ihr das überflüssig oder unpassend finden solltet und kann auch gern auf diesen Zusatz verzichten.--Sinn 17:18, 3. Jun. 2009 (UTC)]

Ich fände es besser, wenn der Übergang zum Schloß irgendwie von der Spielerin selbst getriggert wird. Zuletzt sind wir an den Punkt gekommen, daß die Spielerin einfach im Zuge ihrer Streifzüge durch die virtuelle Welt auf das Schloß stößt, aber eleganter wäre es, irgendeine besondere Episode dazwischenzuschalten, so wie nach aktuellem Stand der Übergang von der Ausgangslage zur Bettlermafia durch die Intoxication markiert wird. - Das würde auch die Motivation Skorastes eher erklären, sie spricht ihn an, nachdem er schon irgendwie einen ersten Schritt gemacht hat. - Intoxication ist sozusagen auf Gyges' Geschick als Dieb bezogen und funktioniert wie eine Aufnahmeprüfung in die Diebesrunde. Könnte man ein weiteres Rätsel irgendwie auf das beziehen, wofür das Schloß steht? - Vielleicht nicht unbedingt ein Rätsel. Für die Aufnahme in die Diebsbande ist ein Rätsel angebracht, weil hier tatsächlich Gyges' Geschick getestet wird. Bei der Aufnahme ins Schloß, könnte man sagen, geht es um etwas anderes. - Ansonsten ist der Entwurf sicher nützlich für das einleitende Gespräch, das brauchen wir so oder so. --H.A.L. 08:41, 4. Jun. 2009 (UTC)

Ich finde die Lösung einfacher, dass Skoraste den Spieler oder die Spielerin zum Schloss lockt. Wenn Gyges dafür ein Rätsel lösen muss, hat es etwas von einer Belohnung, dass er in das Schloss darf, so als wäre es besser als sein Diebesdasein, im Schloss zu wohnen. Diese Wertung wollen wir aber nicht übernehmen, sondern dem Spieler/ der Spielerin überlassen. Auch dass Gyges praktisch zufällig dahinkommt, gefällt mir nicht so. Es bedeutet erstens auch nichts anderes, als dass man dem Spieler die Entscheidung abnimmt (weil er im Spielverlauf dorthin gelangt), und zweitens braucht Gyges dann eine Motivation, dort hineinzugehen, nach einem Zimmer zu suchen, dort unbedingt die Zimmer sehen zu wollen... und Skoraste und Notalp bräuchten wiederum einen Grund, ihn zu empfangen, ihm das Schloss zu zeigen etc. Es wäre doch sicher eine tolle Überraschung für den Spieler, wenn er nach einer gewissen Anzahl an Diebstählen, die er mit der Bande durchgeführt hat, plötzlich von jemandem angesprochen wird, der ihm, allem Anschein nach, eine gute Tat erweist und ihm eine Bleibe in Aussicht stellt. --Sinn 09:55, 4. Jun. 2009 (UTC)

Es ist schon überlegenswert, ob nicht vom Schloss eine Anziehungskraft ausgeht, die Gyges zunächst passiv erfährt. Wie ist es denn, wenn man normalerweise mit Platons Werken konfrontiert wird? Wenn man Philosophie studiert, wird man schon in einer der Einführungsvorlesungen mit Platon konfrontiert (wenn nicht, hört man vielleicht beiläufig vom Höhlengleichnis oder dem Staat). Je nach Vortragenden und eigener Lektüre wird man den Eindruck gewinnen, dass Platon interessant ist und einer genaueren Beschäftigung wert ist oder nicht. Wenn nicht, widmet man sich einem anderen "Schloss" oder gar keinem "Schloss" zu; wenn schon, schaut man sich das Schloss genauer an. Einerseits hat man den explorativen Charakter, wo man gewissermaßen zufällig auf Platon kommt. Andererseits ist es doch nicht ganz zufällig; denn die Art der Darstellung (was man liest oder was man hört) hat schon ansatzweise den Weg zum Schloss angelegt; andererseits steckt aber auch ein Hauch von Handlungsfreiheit drinnen, denn man hat sich entschlossen, es nicht bei der zufälligen Begegnung bleiben zu lassen, sondern genauer nachzufragen und nachzuschauen, wem oder was man begegnet ist.
Andererseits könnte man sagen, dass die Spielerin bereits zu Spielbeginn mit Platon konfrontiert ist. Denn die Gyges-Story ist ja eine konstruierte Problemstellung. Weil man sich mit ihr nicht abfinden will, wird der Staat konstruiert. Die Spielerin schlittert also von einem Schloss ins nächste. Das würde HALs Vorschlag eines Szenarios nahelegen. Indem man eine bestimmte Sache der Gyges-Story geschluckt hat + der Unzufriedenheit über sie, ist der Übergang schon vorprogrammiert, auch im wörtlichen Sinn.
Bei der Diplomarbeit und Skoraste muss man halt aufpassen, inwiefern diese Sache die Szenarien beeinflusst; denn sobald Skoraste eine platon-freundliche These hat und wir es so konstruieren, dass sie ihre Argumentation so aufbauen will, dass diese These bestätigt wird, steht sie nicht mehr als eher unabhängige Beraterin zur Verfügung. (andererseits: War Skorate als Vermieterin jemals so eine unabhängige Beraterin? In Platons Werk ist Sokrates ab Buch2 auch eher so etwas wie ein NPC, der programmiert ist, um die Platonische Arguemtnation zu entfalten).
Am aufwändigsten aber meiner Meinung nach adäquatesten wäre es, mehrere Übergänge zum Schloss zuzulassen: Explorativ (er kommt einfach zum Schloss), durch Verlockung (Skoraste oder eine andere Schlossbewohnerin versucht ihn, hinzulocken) und durch ein bestimmtes Szenario (das die Überleitung von Diebesgilde zu Zauberschloss bildet). Ob wir alles implementieren hängt davon ab, ob wir detailliert ausgearbeitete Konzepte zu den Punkten haben. --Andyk 12:20, 4. Jun. 2009 (UTC)

Was Sinn über Rätsel und Belohnung sagt, unterschreibe ich auf jeden Fall, das müssen wir berücksichtigen. Was ich meinte, ist zunächst, daß es für den Übergang ein Szenario bräuchte, das deutlich macht, daß hier etwas Neues beginnt. Dabei wirkt ein interaktives Szenario natürlich stärker als eines, wo nur Text abläuft. Ansonsten wäre es mir auch lieber, wenn Gyges nicht einfach zufällig über das Schloß stolpert. Es wird ihm signalisiert, daß an einem bestimmten Punkt ein neues Kapitel anfängt, er kann darauf zugehen oder sich (noch) dagegen entscheiden. Das würde auch zu Gyges' Situation passen, wie ich ihn sehe. Er ist arriviert in der Situation, in der er sich befindet, was ihn weitertreibt, ist die Frage, ob das jetzt schon alles ist. Deshalb gefallen mir auch Lösungen weniger, die darauf hinauslaufen, daß seine Lebensweise als Meisterdieb hinterfragt wird. - Ich denke, mit einem Gespräch mit Skoraste am Eingang ist die "Szenario"-Anforderung ganz gut gelöst. Auch wenn Gyges über das Schloß stolpert wie über andere Orte in der Spielwelt, merkt er, daß ihn hier ein NPC anspricht, damit ist das Schloß etwas anderes als andere Gegenden. Mehr braucht es vielleicht gar nicht. Gyges kann verschiedene Gegenden durchstreifen, aber nur in einer wird er in ein Gespräch verwickelt. Eben so, wie Sokrates auch andere Leute zur Philosophie gebracht hat.
NB: Ich habe einmal den Gedanken gehabt, daß Gyges über ein Flugblatt stolpert. Vielleicht kann man ihm so sagen, daß es eine besondere Funktion hat, wenn er an eine bestimmte Stelle geht - er sieht irgendwo ein Plakat des Schlosses, auf dem vielleicht irgendwas von einem neuen Leben steht, nebst Weg zum Schloß, wenn er hinkommt, steht am Eingang Skoraste. --H.A.L. 09:33, 5. Jun. 2009 (UTC)

Ok, das scheint ein wirklich wichtiger Punkt zu sein. Der Vorschlag, mehrere Zugänge zu ermöglichen, gefällt mir ganz gut. Ursprünglich hatte ich ja auch daran gedacht, dass Gyges von sich aus eine Unterkunft sucht. Man könnte das vielleicht so machen, dass Gyges ab einer bestimmten Punktezahl draufkommt bzw. ihm gemeldet wird, dass er genug Geld zusammen hat, um sich eine Wohnung zu kaufen. Er könnte daraufhin eine Maklerin konsultieren oder in einem Bazar nachsehen... und in Erfahrung bringen, dass dieses Schloss am günstigsten ist bzw. der absolute Geheimtipp, dass man aber bestimmte Anforderungen erfüllen muss, die nicht weiter erwähnt werden (reine Phantasterei. soll diesen Vorschlag nur veranschaulichen). Gyges beschließt also, eine Wohnung zu suchen und kommt dadurch zum Schloss, wo ihn Skoraste empfängt. Das mit der Diplomarbeit kann man dann weglassen. --Sinn 12:45, 4. Jun. 2009 (UTC)

Skorastes These wäre dann ja nicht platonfreundlich. Vielmehr kritisch. Wenn sie es schafft, die Grundannahme der Politeia empirisch zu widerlegen, "gewinnt" sie die Diskussion mit Notalp, d. h. er würde abgesetzt und Skoraste würde herrschen... bzw. die Politeia, so wie sie sie grade noch gegen Gyges verteidigt hat, vernichten, weil sie ja das Buch anders interpretiert (laut zweiter Version, siehe unten). Es ergeben sich aber wirklich zu viele Probleme aus dieser Diplomarbeitsache. Lassen wir das besser bleiben. --Sinn 12:54, 4. Jun. 2009 (UTC)

Die Idee, daß Gyges (auch) für das Schloß recruitet wird, um das Konzept zu testen, möchte ich schon weiter bedenken, allerdings mit ein paar Zusätzen. Ich denke, im Prinzip versuche ich, mich dabei an unserem Bild von Sokrates zu orientieren:

  • Es ist keine Diplomarbeit. D.h. Skoraste will sie nicht bei Notalp einreichen. Siehe unten. Wenn es eine akademische Arbeit sein soll, dann ist Skoraste eine etablierte Wissenschaftlerin, die einen Aufsatz über das Thema schreiben möchte. Allerdings brauchen wir nicht unbedingt den akademischen Kontext, um uns vorzustellen, daß Skoraste Notalps Konstruktion überprüft.
  • Skoraste hat keine These. Ich brauche keine These, die ich beweisen möchte, wenn ich eine Fragestellung habe, die ich klären möchte. Sie hat vielleicht eine paar Arbeitshypothesen darüber, was Notalp eventuell nicht bedacht hat, aber die muß sie nicht unbedingt belegen. Es ist ja auch eben nicht die Funktion von Sokrates als Skeptiker, selbst Thesen aufzustellen.
  • Weiter heißt das: Skoraste will Notalps Modell überprüfen, nicht widerlegen.
  • Skoraste geht es nicht um die Macht, es geht ihr um die optimale Staatsführung. Die Frage nach der Macht im Schloß ist mittlerweile ohnehin aus der Story rausgefallen, und das ist wahrscheinlich ganz gut so.

DIE SITUATION IM SPIEL

Gyges merkt, dass er verfolgt wird (der Spieler/die Spielerin bekommt eine Meldung, dass ihn/ sie eine junge Frau beobachtet und verfolgt). Gyges kann sie entweder

>Ansprechen und fragen, was sie will oder

>Ignorieren. in diesem Fall müsste dann eben Skoraste diesen Schritt machen.

Das würde ich irgendwie anders machen. Wenn wir der Spielerin schon die Auswahl lassen, dann muß die Wahl auch eine Konsequenz haben, ich finde das nicht so gut, wenn wir erst den Spieler wählen lassen und dann passiert eh in beiden Fällen das gleiche.

Skoraste spricht Gyges einfach an. Sie stellt sich vor ihn hin, streckt die Hand aus und sagt: Hallo. Ich habe ein Angebot für dich. Gyges kann ihr die Hand geben oder auch nicht, aber er antwortet und fragt sie, was für ein Angebot und wer sie überhaupt ist. Dann geht das Gespräch weiter wie unten. --Sinn 09:55, 4. Jun. 2009 (UTC)

Im Folgenden sind die Fragen des Gyges in Klammer gehalten. Für die zweite Option sind diese Fragen einfach zu ignorieren, weil Skoraste von sich aus erzählt.

(G: Wer bist du?)

S: Hallo! Ich heiße Skoraste. Ich komme von dem Schloss.

(G: Warum folgst du mir?)

S: Ich habe dich beobachtet. Du hast keine Bleibe und schläfst auf der Straße. Willst du nicht in das Schloss kommen und dort wohnen? Es kostet nichts. Man kann dort sehr schön leben. Wenn du möchtest, kann ich dich dem Schlossherren dort vorstellen.

Für den Fall, dass Gyges nein sagt, versucht ihn Skoraste noch einmal zu überzeugen. Wenn das fehlschlägt, ist das Spiel für Gyges zu Ende:

1. Du bietest mir eine kostenlose Unterkunft an? Da sage ich nicht nein!

2. Ich traue dir nicht. Da gibt es sicher einen Haken an der Sache.

S: Du kannst es dir ja einmal ansehen, es ist nur ein gutgemeintes Angebot. Es passiert nicht oft, dass Zimmer frei werden. Ich kann natürlich auch einen anderen fragen, es würden sich sicher viele über so ein Angebot freuen.

a) G: Ok, schon gut, ich will dir einfach mal glauben. Ich werde es mir also ansehen.

b) G: Ich brauche keine Wohnung und kein Zimmer. Ich lebe hier ganz gut. Außerdem ist mir das Schloss zu weit weg.

Gyges und Skoraste fahren mit der U- Bahn zum Schloss.

Das Schloss hat einen prunkvollen Vor- Garten, in dem alles peinlich genau und symmetrisch angelegt ist, ähnlich wie in Schönbrunn. Über ein hohes, eisernes Eingangstor gelangt man in diesen Garten und muss wirklich ein paar Minuten lang auf dem Kiesweg geradeaus gehen (Schritte knirschen), bis man die Eingangspforte des Schlosses erreicht. Das Schloss ist in griechisch- klassischem Stil gebaut. Die marmornen Säulen und Hallen sind mächtig, aber kalt (Schritte widerhallen). Von der Vorhalle aus sieht man schon in den Hauptteil, von dem aus unzählige Treppen in verschiedene Richtungen hinauf führen.

S: Ich führe dich gleich zu Notalp, dem Schlossherren, damit er mit dir alles bespricht, was wichtig ist für deinen Einzug.

G: In Ordnung.

G: Nein, zeig mir zuerst das Schloss.

Falls Gyges zuerst das Schloss sehen will, lernt er Notalp erst nach den vier Episoden kennen und erfährt erst da, dass er für den Aufenthalt arbeiten muss (ist das eigentlich noch relevant für die Geschichte?). Man kann aber auch getrost die zweite Option tilgen.

Skoraste und Gyges gehen eine der Treppen hinauf, doch diese windet sich und bald verliert Gyges die Orientierung.

S: Halte dich an mich, sonst wirst du dich verlaufen. Erst wenn du als Mieter akzeptiert worden bist, wirst du fähig sein, dich hier zurechtzufinden.

G: Warum?

S: Dies hier ist ein Zauberschloss. Alles läuft nach den Regeln Notalps ab. Er beherrscht dieses Schloss durch sein Wissen.

G: Wie?

S: Notalp ist Philosoph. Er hat das Buch gelesen, das nur für Philosophen verständlich ist.

G: Was ist das für ein Buch?

S: Die Politeia, die Grundlagen unserer schlossinternen Gesellschaftsordnung.

G: Hast du dieses Buch gelesen?

S: Noch nicht. Notalp aber lehrt mich einiges daraus. Sobald ich mich diplomiert habe, werde ich es aber selbst lesen dürfen. Jetzt sind wir angekommen. Dies ist Notalps Gemach. Sag mir deinen Namen, damit ich dich vorstellen kann.

Also so geht das nicht. Platon wird sich im Grab umdrehen, wenn wir aus Notalp den Meister machen und Skoraste zu seiner Schülerin herabwürdigen. Wenn wir uns schon auf die historischen Figuren beziehen, dann müssen wir auch berücksichtigen, wer hier wen lehrt.
Gyges als Experiment ist eine gute Idee. Ich würde es aber anders angehen. Generell ist ja Platon der philosophische Systembildner und Sokrates der ewige Skeptiker. Insofern fände ich es naheliegend, daß Skoraste Notalps politische Konstruktion auf den Prüfstand stellt. Im Schloß wird ja nicht nur ausprobiert, ob Gerechtigkeit zu Gerechtigkeit führt, es wird Platons Staatsgebilde untersucht. Da könnten wir einiges in das Schlußgespräch einfließen lassen.

Genau diese Idee steckt hinter der Geschichte mit der Diplomarbeit: Skoraste, die eigentliche Philosophin, hinterfragt die Politeia. Wir wollten allerdings dem Spieler die eigentliche kritische Rolle überlassen und haben deshalb Skoraste in die Ordnung des Schlosses einbezogen, d.h. sie glaubt eigentlich schon, dass die Politeia stimmt. Dass Skoraste in der Hierarchie unter Notalp steht, hat sich mehr oder weniger aus der Idee ergeben, dass sie die Maklerin ist (was wir dann ja verworfen haben). Du hast natürlich recht, dass das überhaupt nicht passt. Wir haben den Punkt ein wenig fahrlässig eingefügt. Wir könnten es so abändern: Skoraste hat das Buch bereits gelesen, aber sie versteht es anders als Notalp. Die beiden diskutieren darüber. Mit ihrer Diplomarbeit kann sie Notalp vielleicht widerlegen. Damit wäre er gestürzt und sie wäre die Herrscherin. Es fragt sich aber, inwiefern dann die Entscheidung von Gyges eine Rolle spielt: als Hypothesenprüfung für Skoraste eine große, aber für den Spielausgang? Eigentlich verliert oder gewinnt dann nämlich am Ende Skoraste, und erst in einem zweiten Moment unser Spieler. --Arif Aslan 09:30, 4. Jun. 2009 (UTC)


G: Ich heiße (Name des Spielers). [Wäre toll, wenn man das so machen könnte, dass der Spieler seinen Namen hinschreibt und Skoraste dann diesen Namen benutzt, um ihn vorzustellen. Kann man das programmieren? … sonst kann man das auch weglassen.]

Dazu gibt es mW eine Erweiterung. Ich fände es witzig, wenn Nimmerrichter Gyges nach seinem Namen fragt und die Spielerin plötzlich einen Namen eingeben muß.
Update: Die ERweiterung ist "Questions" von Michael Callaghan. Aus dem Tutorial: "Occasionally, we may want to ask specific questions and process the answers. Examples may be asking the player's name or age or displaying a menu of options from which the player selects a choice. Answers to these types of questions fall outside the range of the normal parser functions. Therefore we need to intercept the player's answers to these types of questions and respond to them separately." In einem der Beispielspiele sieht man dann auch, wie man nach einem Namen fragt. Ich habe die Erweiterung im Ordner "notwendige Extensions" im svn-Repository abgelegt.

Skoraste öffnet die Tür zu Notalps Zimmer. Gyges tritt ein.

S: Ave, Notalp. Ich stelle dir (Name des Spielers) vor. Ich habe ihm/ ihr das freie Zimmer angeboten, denn er/sie hat keinen Schlafplatz.

G: Guten Tag.

N: Servus, (Name des Spielers). Du möchtest hier wohnen?

G: Skoraste sagte mir, es sei kostenlos. Stimmt das?

N: Ja, das stimmt. Keiner, der hier wohnt, bezahlt etwas dafür. Was allerdings nötig ist, ist, dass du eine Arbeit verrichtest. Tu jene Arbeit, die du am besten kannst.

G: Ich soll arbeiten?

N: Ja. Hast du eine Arbeit erlernt? Du kannst auch als Lehrling beginnen.

G: Ja, ich bin ein Meisterdieb.

N: Oh, gut, dann kennst du dich wohl aus in Sicherheitsfragen. Gute Wächter können wir immer gebrauchen, vor allem Frauen mit Mut. Ich muß allerdings dazu sagen, daß wir an unsere Wächter ganz besondere Anforderungen stellen.
S: Es gibt auch eine Reihe von handwerklichen Berufen, in denen wir fingerfertige Leute gebrauchen können.

G (flüsternd zu S): Das einzige, was ich gelernt habe, ist stehlen. Ich weiß nicht, ob ich ihm das sagen soll..

S: When you got it, flaunt it.

G: Nein, habe ich nicht. Aber ich möchte gerne hier wohnen, also werde ich schon etwas erlernen.

G: Nein. Ich will auch gar nicht arbeiten. Das war ja wohl ein Reinfall! Ich hätte gar nicht herkommen sollen.

S: Du wirst aber sehen, dass es sich lohnt! Hier zu leben ist etwas Besonderes!
G: Was ist besonders daran?
S: Dieses Schloss ist nicht ein einfaches Schloss. In jedem Raum, den du betrittst, wirst du ein anderer sein. Du kannst dir bei deinem Einzug frei aussuchen, welche Rolle du übernehmen willst. Lass dir doch erst einmal das Schloss zeigen, bevor du dich entscheidest!
G (neugierig): Na gut. Dann zeig mir das Schloss.

Hier muss man dem Spieler fast die Möglichkeit nehmen, doch nein zu sagen. Oder man lässt ihn nein sagen und das Spiel ist zu Ende, bzw. er verläuft sich hoffnungslos im Schloss.

Ich kenne diese Art von Handlungsfreiheit aus Rollenspielen und 2D-Adventures: Du kannst zwar nein sagen, dann endet das Gespräch. Wenn du die Person wieder ansprichst, kannst du es dir doch noch anders überlegen. Solange du das nicht tust, kannst du unendlich lange durch die Gebäude marschieren, aber der Plot geht einfach nicht richtig weiter (außer es gibt wo anders noch eine Sache, die zu tun wäre). Es ist einfach zu fad und die Spielerin wird irgendwann "freiwillig" - also aus Langeweile - (a) das Spiel beenden oder (b) doch noch "ja" zu sagen, damit der Plot weitergeht. Das hat natürlich etwas von Unreflektiertheit und Try-and-Error-Mentalität - aber ich glaube es ist die Beste Art, solche Probleme in programmierten Spielen zu handeln. Kurz wirst du zwar von der Entscheidung suspendiert und kannst die Welt erkunden, ob es nicht noch andere Möglichkeiten gibt (und vielleicht können wir manchmal andere Möglichkeiten an anderen Orten implementieren). Wenn du aber draufkommst, es gibt keine, dann wirst du die Möglichkeit annehmen, um weiterzukommen. --Andyk 12:37, 4. Jun. 2009 (UTC)
Das ist ja durchaus eine passable Lösung. Ich habe die Freiheit, nein zu sagen, aber das hat dann halt auch Konsequenzen. Natürlich ist es immer eleganter, wenn sich die Handlung in mehrere Richtungen verzweigen kann, aber das geht halt nicht immer, vor allem, wenn man darauf aus ist, einen bestimmten Plot zu erzählen.

Skoraste führt Gyges in einen Raum des Schlosses, in dem er zu einem Händler wird. Kaum ist die Tür hinter ihnen zugefallen, schwinden die Wände und sie finden sich wieder auf einem Marktplatz. [Falls Gyges keinen Einwand gegen das Arbeiten erhoben hat, kann man die ersten drei Sätze von Skorastes Überzeugungsrede („Dieses Schloss…- ...übernehmen willst.“) an dieser Stelle als zusätzliche Erklärung anbringen.]

S: Durch diesen Raum erlebst du unser Schloss als ein Händler. Versuche, etwas zu kaufen, denn dann lernst du die anderen Bewohner des Schlosses am besten kennen. Da drüben ist eine Zimmermannswerkstatt!

Naja, eigentlich geht es in diesem Szenario gar nicht darum, daß Gyges Händler ist. Hier erfährt Gyges eher, wie man im Schloß als Kranker lebt, als wie man als Händler lebt.

In dieser Szene erlebt Gyges, wie mit Kranken umgegangen wird. Aber er ist nicht selbst der Kranke. Er ist ein Händler, der als Fremder in die Stadt kommt, und sich nebenbei ein Bild von den Leuten dort macht. Er sieht ja alles so, als wäre er ein Händler, deshalb bestellt er Tische etc. Ich finde es so ganz schlüssig. --Arif Aslan 09:34, 4. Jun. 2009 (UTC)

Ich würde auch dem Spieler nicht schon vor der Szene sagen, dass er jetzt damit konfrontiert wird, wie mit Kranken umgegangen wird. Das soll sich dann in der Szene erst herausstellen. --Sinn 09:57, 4. Jun. 2009 (UTC)

Ich halte es für wenig relevant, in welcher Rolle Gyges die Szene erlebt. Wichtig ist, was er daraus erfährt, und nach dieser Szene hat Gyges nichts über das Händlerdasein erfahren. Man müßte deutlicher herausbringen, daß das Händlersein Teil des Setting ist und nicht der springende Punkt. Eine gute Alternative wäre vielleicht, die "Spielregeln" nicht als Ankündigung von Skoraste zu modellieren. Wenn Gyges vorher wissen muß, daß er etwas kaufen soll, dann bekommt er diesen Text zur Eröffnung der Szene, wie man den Text zur Eröffnung des Spiels bekommt. Das es ums Kranksein geht, würde ich auch nicht vorher verraten. Am besten vorher möglichst gar nichts verraten. --H.A.L. 09:33, 5. Jun. 2009 (UTC)

…weiter zum ersten Szenario: Tische.

--Sinn 17:18, 3. Jun. 2009 (UTC) und --Arif Aslan 17:19, 3. Jun. 2009 (UTC)


aktuelle Version: Gyges kommt zum Schloss

Gyges wird beim Stehlen erwischt. Das aufgebrachte Opfer nimmt die Verfolgung auf und jagt Gyges quer durch die Stadt. Der Verfolger kann sozusagen auch bestimmen, wohin Gyges läuft. Man könnte es auch so darstellen, dass sein Verfolger von den anderen Passanten Hilfe bekommt und ihn plötzlich mehrere verfolgen. Die nächtsliegende Fluchtmöglichkeit stellt die U- Bahn dar. Gyges springt hinein und entkommt seinem Verfolger knapp. Hier brauchen wir einen Grund, warum er bis zur Endstation fährt, von der aus er zum Schloss kommt. Entweder erklären wir das dadurch, dass die U- Bahn so überfüllt ist, dass er nicht eher aussteigen kann, oder dass an jeder Station jemand steht, der nach ihm sucht (das Opfer hat die Polizei gerufen), oder er ist einfach so aufgeregt von der Verfolgungsjagd, dass er erst einmal verschnaufen muss. Oder - noch einfacher - die U- Bahn hält nicht in den Zwischenstationen, weil diese gesperrt sind oder so.

Jedenfalls kommt Gyges bis zur Endstation (zum Beispiel Krieau). Als er dort die U-Bahn- Station verlässt, gelangt das Schloss schon in sein Blickfeld.

Wenn die Spielerin in die Krieau fährt, ohne überhaupt zum Erwischt-Szenario zu kommen, trifft sie dann gleich auf das schloß-szenario?

Das wäre natürlich ungünstig. Wir sollten das irgendwie verhindern. Notfalls muss Gyges eben in der U- Bahn erwischt werden. Oder wir machen es so: Falls er noch nicht erwischt wurde und nach Kriau fährt, steigt er dort aus und plötzlich zeigt jemand mit dem Finger auf ihn und schreit laut: Das ist ein Dieb! Ich habe ihn wiedererkannt! Fasst ihn! Und dann rennt Gyges zum Schloss. Es wird damit umso dringender, dass er hinein geht und umso wahrscheinlicher, dass er hinein geht. Das würde auch die Schwierigkeit nehmen, Gyges dorthin zu jagen: Sobald er dahinfährt, wird er erwischt. Vorher müssen wir dafür sorgen, dass er in der Ring- Umgebung genug zu stehlen hat und nicht nach Kriea fahren muss. --Sinn 12:08, 6. Jun. 2009 (UTC)

Das Schloss hat einen prunkvollen Vor- Garten, in dem alles peinlich genau und symmetrisch angelegt ist (ähnlich wie in Schönbrunn). Über ein hohes, eisernes Eingangstor gelangt Gyges in diesen Garten. Dort trifft er auf eine Gärtnerin, die gerade Blumen pfanzt. Kaum hat Gyges sie gesehen, spricht sie ihn auch schon an:

S: Ich heiße dich willkommen, Fremder! Du bist sicher hier, um dir das freie Zimmer in unserem schönen Schloss anzusehen Wie ist dein Name?

G: Hallo. Mein Name ist (Name des Spielers).

Mit Rücksicht darauf, dass Gyges sicher gehen will, seinem Verfolger zu entkommen, sagt er zu.

S: Ich bin Skoraste.

G: Ihr habt ein freies Zimmer?

S: Ja, es ist sehr begehrt, denn es kostet nichts. Außerdem geschieht es nicht oft, dass hier Zimmer frei werden. Wenn du möchtest, führe ich dich gleich zu unserem Schlossherren, damit er mit dir alles bespricht, was für deinen Einzug wichtig ist!

G: Ja, gerne.

Skoraste führt Gyges zum Eingang des Schlosses. Sie müssen wirklich ein paar Minuten lang auf dem Kiesweg geradeaus gehen (Schritte knirschen), bis sie die Eingangspforte des Schlosses erreichen. Das Schloss ist in griechisch- klassischem Stil gebaut. Die marmornen Säulen und Hallen sind mächtig, aber kalt (Schritte widerhallen). Sie betreten die Vorhalle. Von hier aus sieht man schon in den Hauptteil, von dem aus unzählige Treppen in verschiedene Richtungen hinauf führen. Skoraste und Gyges gehen eine der Treppen hinauf, doch diese windet sich und bald verliert Gyges die Orientierung.

S: Halte dich an mich, sonst wirst du dich verlaufen. Erst wenn du als Mieter akzeptiert worden bist, wirst du fähig sein, dich hier zurechtzufinden.

G: Warum?

S: Dies hier ist ein Zauberschloss. Alles läuft nach den Regeln unseres Schlossherren Notalp ab.

G: Wieso?

S: Notalp ist Philosoph. Wir alle vertrauen auf sein weises Urteil und richten unser Leben nach seinen Einsichten. Ich persönlich bin zwar... äh... gelegentlich etwas skeptisch bei seinen Urteilen, aber nachdem ich selber nie einen konstruktiven Gedanken habe, bleibe auch ich meistens bei seiner Entscheidung. Jetzt sind wir angekommen. Dies ist Notalps Gemach.

Skoraste öffnet die Tür zu Notalps Zimmer. Gyges tritt ein.

S: Ave, Notalp. Ich stelle dir (Name des Spielers) vor. Er/ sie kommt, um sich für das freie Zimmer zu bewerben.

G: Guten Tag.

N: Servus, (Name des Spielers). Du möchtest hier wohnen?

G: Skoraste sagte mir, es sei kostenlos. Stimmt das?

N: Ja, das stimmt. Keiner, der hier wohnt, bezahlt etwas dafür. Was allerdings nötig ist, ist, dass du eine Arbeit verrichtest. Tu jene Arbeit, die du am besten kannst.

G: Ich soll arbeiten?

N: Ja. Hast du eine Arbeit erlernt? Du kannst auch als Lehrling beginnen.

1) G: Ja, ich bin ein Meisterdieb.

>N: Oh, gut, dann kennst du dich wohl aus in Sicherheitsfragen. Gute Wächter können wir immer gebrauchen, vor allem mutige. Ich muß allerdings dazu sagen, daß wir an unsere Wächter ganz besondere Anforderungen stellen.

>S: Es gibt auch eine Reihe von handwerklichen Berufen, in denen wir fingerfertige Leute gebrauchen können. Komm mit mir, ich werde dich kurz durch das Schloss führen. Du kannst dir nachher aussuchen, welche Tätigkeit du verrichten möchtest. In jedem Raum, den ich dir zeige, wirst du eine andere Rolle erhalten und unsere Bewohner von verschiedenen Seiten kennenlernen.

>S: Es gibt auch eine Reihe von handwerklichen Berufen, in denen wir fingerfertige Leute gebrauchen können. Komm mit mir, ich werde dich kurz durch das Schloss führen. In jedem Raum, den ich dir zeige, wirst du uns und unser Leben unter einem anderen Aspekt kennenlernen. Später wirst du dir aussuchen können, welche Tätigkeit du verrichten möchtest / wir dir eine Tätigkeit nach deinen Fähigkeiten / deiner Natur zugewiesen werden. Vorerst werden wir die Magie des Schlosses gebrauchen, um dir per Zufall in jedem Raum eine andere Rolle zu geben.

2) G: Nein, habe ich nicht. Ist es das überhaupt wert? Ihr habt mir noch nicht einmal das Zimmer gezeigt.

> S: Oh ja, dieses Schloss ist etwas ganz besonderes. In jedem Raum, den du betrittst, wirst du ein anderer sein. Du kannst dir bei deinem Einzug frei aussuchen, welche Rolle du übernehmen willst. Ich will es dir also zeigen.

> S: Oh ja, dieses Schloss ist etwas ganz besonderes. Laß es mich dir zeigen. Ich werde dich durch verschiedene Räume führen, in denen du das Leben hier von verschiedenen Seiten kennenlernst. Dabei wirst du dich vorerst in jedem Raum in einem anderen Beruf wiederfinden, später werden wir dann entscheiden, welche Tätigkeit für dich angemessen ist.


3) G: Nein. Ich will auch gar nicht arbeiten. Ich hätte mir gleich denken können, dass es einen Haken an der Sache gibt.

>S: Du wirst aber sehen, dass es sich lohnt! Hier zu leben ist etwas Besonderes!

>G: Was ist besonders daran?

>S: Dieses Schloss ist nicht ein einfaches Schloss. In jedem Raum, den du betrittst, wirst du ein anderer sein. Du kannst dir bei deinem Einzug frei aussuchen, welche Rolle du übernehmen willst. Lass dir doch erst einmal das Schloss zeigen, bevor du dich entscheidest!

Das kann ich jetzt nicht so einfach umformulieren. Das besondere im Schloß ist, daß hier die Gerechtigkeit herrscht. Die Magie können wir dazu erwähnen, sofern sie für das Leben im Schloß schließlich relevant sein wird.

Das mit der Gerechtigkeit soll doch aber erst durch die Szenarien bzw. nachher, in der Auflösung durch das Schlussgespräch klar werden. Sonst würden wir ja die ganze These vorwegnehmen! --Sinn 14:23, 6. Jun. 2009 (UTC)

>G (neugierig): Na gut. Dann zeig mir das Schloss.

>G: Das beeindruckt mich nicht. Ich habe keine Lust, unter diesen Bedingungen einzuziehen, dafür brauche ich mir das Schloß gar nicht erst anzusehen.

Skoraste führt Gyges in einen Raum des Schlosses, in dem er zu einem Händler wird. Kaum ist die Tür hinter ihnen zugefallen, schwinden die Wände und sie finden sich wieder auf einem Marktplatz.

S: Durch diesen Raum erlebst du unser Schloss als ein Händler. Versuche, etwas zu kaufen, denn dann lernst du die anderen Bewohner des Schlosses am besten kennen. Da drüben ist eine Zimmermannswerkstatt!

Das ist die Magie des Schlosses, jedes Zimmer für sich ist eine ganze Stadt. Am besten lernst du die anderen Bewohner kennen, wenn du das tust, was deiner Aufgabe entspricht. Diesmal bist du ein Händler, also versuche doch, etwas zu kaufen! Da drüben ist eine Zimmerwerkstatt.

>G: Warum nicht etwas verkaufen? In meinem letzten Beruf habe ich ein paar Dinge über Gebrauchtwagenhandel gelernt...

>S: Äh... ein andermal vielleicht, ich meine... um... Du brauchst ja erstmal Ware.

(Ich würde diesen Hinweis schon einfügen, weil der Spieler dadurch eine Orientierung hat. Natürlich geht es nicht darum, dass er ein Händler ist, aber dass er ein Händler ist bestimmt doch die ganze Szene. Als Journalistin wird er sich dann ganz anders verhalten.)

Ja, wissen muß das die Spielerin natürlich, aber ich würde es nicht zu prominent machen, nicht so, daß die Spielerin glaubt, es wären die Rollen, die die verschiedenen Szenen voneinander unterscheiden. --H.A.L. 11:58, 6. Jun. 2009 (UTC)

Nachtrag: Ich denke, am besten wäre es überhaupt, die Sache mit den Rollen von der Entscheidung, ob man die Führung mitmachen will, abzukoppeln. Zuerst fragt Skoraste Gyges, ob er sich das Schloß ansehen will. Wenn er sich entschieden hat, erklärt sie ihm nebenbei, daß er in verschiedene Rollen schlüpfen wird, das ist ein technisches Detail, das er für die Führung wissen muß, aber es betrifft noch nicht seine Entscheidung für oder gegen das Schloß allgemein. (Daß jeder im Schloß seinen Platz hat, können wir im Vorfeld erwähnen, wenn wir wollen, das ist schließlich ein Kernfeature des Schlosses.) --H.A.L. 10:03, 12. Jun. 2009 (UTC)

Arbeitsgruppe: Eugenik

Die Tische

People: SKORASTE, TRADER (Gyges), CARPENTER, SHOEMAKER, GUARD.


Skoraste leads Gyges into the first room of the castle, where he becomes a trader. She tells him to look for something to buy, because by acting in his role he would best get to know the other renters of the castle. So Gyges, now a trader, saunters by the market and then enters a carpenter’s shop on the edge of the street.

Scene 1

TRADER: Carpenter, I want to buy a nice table from you. Can you offer to me such? CARPENTER: In this castle we have no tables. I will have to make one for you. Till when do you need it? TRADER: By midday I would come and fetch it. However, tell me, is it true that you don’t use tables in this town? CARPENTER: It is true. What should we need tables for? However, straight away I will come along to the work, so that the table will be ready by midday. TRADER: Nevertheless, one needs tables! How should one dine, otherwise, in noble manner? CARPENTER: It misbecomes to overload tables with dishes and drinks in order to fill your belly with all kinds of lusciousness, and to afterwards throw away what is left. And then, got tired by the meal, one won’t be able to do his work. Moderate food only, from the hand to the mouth, strengthens body and soul. TRADER (angry): Do you want you to taunt me for the fact that I dine on tables, as if it would mean to lead an unrestrained life?! CARPENTER: Unrestrained, and much more badly still: injurious. And who is not healthy and with forces, is of no use. TRADER: Shame on you! You shall make five tables to me instead of one! We’ ll see how powerful you are with your moderate food! CARPENTER: I am a competent carpenter. You shall have your five tables.

The trader leaves the workshop. Skoraste tries to calm him and to explain, why tables are not allowed in the castle.

SKORASTE: When you come back by midday, try to be more polite. The carpenter only follows the rules. It is very nice of him that he is willing to make the tables for you. He is making an exception, because he knows that you are a trader and do not know the rules of this castle yet. TRADER: He offended me! SKORASTE: You offended him even more. If you like to live in this castle, you must follow the rules and be fair to the others. TRADER: I see. I will do my very best and behave better than before.

Scene 2: It is midday. The trader comes back into the workshop of the carpenter. The carpenter is totally exhausted, because he had never made tables before. He has finished four of it, and also chairs in addition. By the moment he is taking measure of the fifth one.

TRADER: Here I am again. And I see that your ability is proved. Three tables would already have persuaded me of it. CARPENTER gets up, breathes hard, coughs, falls and remains lying exhausted. TRADER: Zeus! Possibly, it’ s been too much for you although! I better go and get a doctor. CARPENTER (groans): I do not need a doctor. Yesterday already I felt quite ill bodily. However, now this weakness hinders me even in my work. If I do not come to forces on my own again, it is not a pity about me.

The trader looks helplessly to Skoraste, who is just incredulously shaking her head.

SKORASTE: Look what you have done! Now look how to get out of this. I will not move a finger to help you. Go and learn something!

ACTION OPTIONS:

I. The trader hurries to the shoemaker next door and asks him for advice how he should go forward.

II. The trader tries to find a doctor and to lead him to the carpenter.

Option I

TRADER: Shoemaker, I need your advice! SHOEMAKER: Always to services, my friend. Which shoe size do you have? TRADER: I want no shoes. Thus hear, the carpenter is ill! And he wants to let no doctor come! However, I say, he should be treated, because very badly his state looked to me. An envelope must be made to him. SHOEMAKER: If a carpenter is ill, he can probably like to swallow medicin from the doctor to get rid of the illness, or let himself clean from below, or also burning and reaping to get rid of them. But if the docotor would try to prescribe him a petty- minded life, order him to lay envelopes around the head and more of that kind, he says indeed soon enough, that he has no time to be ill, and it does not help him to live if he should always neglect his present business because of the illness. TRADER: Quite right, that was the way he spoke to me. SHOEMAKER: If he becomes healthy, he will live on in his business further, if however the body cannot endure it, he will die and be single of all business.

The trader is outraged about this speech. He leaves the workshop of the shoemaker and hurries on the street to search a doctor: (go on to option II) (Oder man entwirft hier ein anderes Ende. Skoraste holt den Händler ab und es geht weiter zum nächsten Raum.--Arif Aslan 20:22, 18. Mai 2009 (UTC))

Option II

The trader hurries on the street to search a doctor. Between the market stalls he finds a guard to whom he directs the word. TRADER: Tell me, guard where do I find a doctor? GUARD: What do you need a doctor for? Are you possibly ill? You seem to me very much confused and angry. TRADER: I have no time for explanations. It is urgent. Now, nevertheless, show me the way to the doctor! GUARD: It is probably better if I keep an eye on you. If you don’t come soon to your senses, I will stop you with my dagger from spreading restlessness and from donating evil (packs the trader on the upper arm). TRADER: (gets frightened, cries out in fear): Thus hear! I am of sound mind, all I need is a doctor for the carpenter! GUARD: What is with the carpenter? And what has a fool like you to do with him? TRADER: I have ordered tables from him. However, the work was too difficult to him, it seems. Now he lies on the ground of his workshop and struggles for air. GUARD: Tables? Has he really made tables for you? Your insanity has stuck on him! Now he is ill because he has made the tables. TRADER: Totally exhausted he is. GUARD: Thus it is the punishment of the gods for his offence. It will appear whether they award him. TRADER: Nevertheless, he needs quickly a doctor right now, so that he makes an envelope to him! Then he will become healthy again. GUARD (pushes the trader off himself): Be quiet! You sissy! Take your tables and shove off before I spear you! We have no use for weaklings like you in this castle!

The trader flees scaredly. He runs straight ahead and tries to get out of this room. Suddenly Skoraste reappears and shows him the way out.

SKORASTE: Well, my dear, the people here are not used to such behavior as yours. They all have a strict sense of justice and fairness. TRADER: What will happen to the carpenter now? SKORASTE: Don't worry about the carpenter. Let us go on to the next room. Have you ever been a soldier? TRADER: No, but I think I am able to fight. SKORASTE: We' ll see. Follow me over here (opens another door).

von Arif Aslan und Helga Sinn

Der Text vereinigt viele interessante Aspekte. Worüber man allerdings noch nachdenken könnte, ist die Auswahlmöglichkeit. Wenn man an eine solche Aufgabe herangeht, muß man sich immer fragen, wie fundamental die Auswahl ist, d.h. wie groß der Unterschied zwischen den beiden Alternativen ist. Mir fallen jetzt zwei Fragen ein, um an diese Sache heranzugehen: a) Worin unterscheiden sich die Auswirkungen der beiden Handlungen? und b) Worin unterscheiden sich die Maximen, nach denen die Handlungen gewählt werden? Wobei zu a) anzumerken ist, daß die Spielerin die Auswirkungen antizipieren können muß, oder sie kann keine informierte Entscheidung treffen. Das wiederum bedeutet, die Gesetze zu verstehen, nach denen die Welt aufgebaut ist. Zu b) ist zu sagen, daß wir es hier tatsächlich mit einer interessanten Unterscheidung zu tun haben: In einem Fall wendet sich der Händler an einen Laien in der Nähe, im anderen sucht er nach einem Experten, und um einen zu finden, ruft er die Staatsgewalt um Hilfe. In diesem Fall haben wir also die Wahl zwischen Nachbarschaftshilfe und Sozialstaat. --H.A.L. 09:03, 28. Apr. 2009 (UTC)

Soldat und Richter

Soldat.jpg

Soldat und Richter im Gespräch (PDF)

Im Zusammenhang mit Platons Gesundheitspolitik ist mir ein Text des Soziologen Peter Marsh eingefallen, in dem er übertriebene Sorge um die Gesundheit als gesellschaftliche Norm kritisiert. Zitate: "Kern der Gesundheitsreligion ist der Versuch, Risiken zu minimieren. 'Risiko' ist heute gewissermaßen das weltliche Gegenstück zur Sünde." "Der Hausarzt soll eben nicht ein Lifestyle-Lehrer sein, der seinen Patienten die Gesundheitsgebote des Staates predigt, und erst recht soll er nicht die Behandlung derjenigen ablehnen, die angeblich selbst schuld sind an ihrer Krankheit. Ein Arzt ist ein Arzt und kein Priester." Ein Arzt soll akute Störungen der Körperfunktion beheben, aber den Patienten keine Handlungsnormen auferlegen. Dasselbe sagt auch Platon. Das Spannende daran ist, daß es bei Platon eine notwendige Eigenschaft nützlicher Mitglieder der GEsellschaft ist, ihre Handlungsgewohnheiten nicht nach ihrer Gesundheit auszurichten, weil sie sich nur so nicht über Gebühr um ihre Krankheit kümmern. Marsh dagegen argumentiert mit den Rechten der Patienten - hier muß man sich nicht um seine Gesundheit kümmern, gerade weil man der Gesellschaft in dieser Sache nichts schuldig ist. Eine Verbindung zwischen der Verpflichtung auf Gesundheit und der Leistungsfähigkeit als gesellschaftliches Ideal wäre leicht zu ziehen, auch wenn ich jetzt nicht mehr weiß, ob Marsh das sagt. --H.A.L. 13:31, 4. Mai 2009 (UTC)

Arbeitsgruppe: Kreativer Ausdruck

!! - under construction. wird bis morgen fertig ausgearbeitet und angepasst - !!


Plot: einer der stadt-staaten ist bekannt für hochqualitative kriegsmusik, natürlich hat er eine dementsprechend tapfere armee. musik ist auch außenhandelsware. Die Journalistin hört davon und begibt sich dort hin. Sie möchte mehr über diese wundersame Musik hören und darüber berichten.

Geschichte: Sie wird von einem Wächter empfangen (diese option erschien uns praktikabler-als journalistin und kulturkundige person könnte sie willkommen für einen austausch sein. es bleibt zu diskuteren, ob das realistisch ist), dieser ist ihr zu geteilt und soll sie durch die Stadt führen. Sie ist nicht allein, eine Assistentin die ausserdem Fotografin ist begleitet sie. Der Wächter führt sie durch die Stadt und zeigt ihr die wundervollen Errungenschaften seiner Zivilistation, wie gut alles in einander greift und wie gut der Staat sich im seine BürgerInnen kümmert. Die Strassen sind sauber, die Menschen gebildet. Es wird großen Wert auf Erziehung gelegt. Die Assistentin hält uns (den Spielenden) immer eine Spiegel vor. Sie fragt: "Wieso werden die Kinder von ihren Eltern getrennt? Wieso läuft die Erziehung über Musik ..." Sie wird vom Wächter in ein Musikgeschäft gebracht, Bekommt dort seichte friedliche musik zu hören. Das ist nicht wirklich interessant und alles ziemlich ähnlich. Sie erfährt, dass es zwei arten von musik gibt. An die wirklich interessante weil wirkmächtige musik kommt sie nicht so einfach ran.

Entscheidung: a) Sie möchte darüber möchte mehr erfahren. b) Sie nimmt es so hin.

Fortgang: b) sie läßt sich weiter führen und zieht weiter und schreibt einen langweiligen Artikel a) Sie geht zum Wächter und sagt sie will mehr darüber erfahren, er meint das sie dass nur kann wenn sie sich würdig erweist und eine Prüfung besteht. Dazu muss sie ein aufnahme verfahren absolvieren. Sie muss in einem Gespräch die richtigen Antworten geben, damit sichergestellt ist, dass ihre seele nahe genug am schönen, wahren und guten ist um nicht von ev. Gefährlichen musiken geschädigt zu werden und somit auch dem staat schädigend sein kein. Tut sie dass, so wird sie aufgenommen in den kreis der hinreichend gefestigten erwachsenen, unter denen eine freiere kreativität gewährleistet ist. Bei kindern und gewissen schichten der erwachsenen ist der genuss von musik ganz streng reglementiert. Die Assistentin kann sich nicht verkneifen auch bei diesen Fragen nachzubohren.

Zum zweck dieses psycho-tests muss sie jemanden finden, der ihr einen crash-kurs in platon-konformen ansichten über die götter, über die herrscher, über tugenden und untugenden gibt. Auf dem offizielen Marktplatz, wo sich leute tummeln, gibt es Menschen die diese Dienste abieten. Das erfährt sie vom Wächter.

(einwand: informant müsste illegal sein. schließlich geht es um einen schwindel - den psychotest umgehen indem man rausfindet, wie man antworten muss, damit man als gefestigt gilt)


Entscheidung: c) Sie will das tun, sie will mehr wissen d) Es ist ihr zu mühsam

Fortgang: c) siehe b) d) Sie muss sich zu einem bestimmten menschen durchfragen (dieser war früher mal Wächter und hat das Wächtertum aufgegeben), zum Informanten. Dieser will eine gegenleistung für seine dienste, geld hat sie keines-bietet ihm ungesunden Junk-Food an – der Informant ist einigermaßen verstört über dieses essen, es entspricht nicht den vorstellungen einer vernünftigen nahrung im platonischen sinn. Sie soll brot besorgen. sie geht in die bäckerei – womit bezahlt sie den bäcker? er fragt sie nach ihrer kunst, was ist sie? Was kann sie denn am besten? sie ist journalistin, kennt viele länder und kulturen – sie ist sich zwar nicht sicher ob das schlau ist, aber erzählt ihm geschichten aus anderen kulturen-etwas aufregendes für den bäcker. Sie bekommt brot. Bringt es dem menschen, der ihr einen crashkurs in platonischer werte-kunde gibt.

Sie absolviert den test. (wie kann man das umsetzen? multiple choice aussagen..) Wird (unter strengen sicherheitsmaßnahmen – mann kann das ähnlich wie einen medikamententest sehen) für ein probekonzert ausgewählt und hört es – anschließend wird sie nach ihren emotionen, wünschen und affekten befragt('haben sie lust in den krieg zu ziehen?'; 'sind sie nun zufriedener mit ihrem leben?'...), damit die zuständigen behörden herausfinden können, wie diese musik einzustufen ist. Ist sie gefährlich für bürger? Ist sie geeignet für krieger? lehrt sie die kinder? Ist sie für gar nichts gut?


Zusätzliche Möglichkeiten:

-Entscheidung am Schluss: Welche Aussagen macht sie über die gehörte Musik? Dadurch könnte sich die Reaktion der Wächter beim Verlassen des Staates bzw. ihr Platoniker-Score ändern.

-Der Bäcker ist so aufgewühlt worden durch die Geschichte der Journalistin, dass er nicht mehr dem Staat treu bleiben kann. Er zieht mit ihr mit, wird NPC-Begleiter. In diesem Fall könnte man Entscheidungsmöglichkeiten bei der Geschichte, die dem Bäcker erzählt wird, einbauen, harmlosere oder gefährlichere.

Die Art der Musikauswahl scheint mir im Widerspruch zu Platon zu stehen, was aber wiederum einen interessanten Kontrast ergibt. Seichte, nicht wirklich interessante Musik klingt mehr nach unserem musikalischen Mainstream. Es wäre interessant, sich dazu gesellschaftskritische Untersuchungen anzuhören (was bedeutet das Konzept der Musik als "angenehmes Hintergrundgeräusch" für ihre Rolle in der kapitalistischen Gesellschaft etc.). Platon hat sich das meinem Eindruck nach eher so vorgestellt, daß das ganze Volk mit charakterfestigender Musik aufgezogen wird, die Wächter sowieso und bei den Bürgern kanns auch nicht schaden. Eher sind es (Platon sagt das im Zusammenhang mit der Dichtung, aber es dürfte bei der Musik so ähnlich sein) die "schädlichen" Erzählungen, die nur im Geheimen und nur den geprüften Charakteren zugänglich gemacht werden. Wir könnten eine Kunstpolitik a la Platon mit einem solchen Konzept kontrastieren. Außerdem stellt sich hier natürlich die Frage, wie das mit dem Privileg auf Lüge zusammenzudenken ist. --H.A.L. 08:40, 30. Apr. 2009 (UTC)
Natürlich soll jede Musik charakterfestigend sein, was sich aber glaube ich darauf beschränkt, gewisse messages auszuschließen ("i hate myself and want to die"). Was als charakterfestigende Message durchgeht wird in Musik für Krieger und Musik für den Frieden unterschieden. Es gibt nur zwei Tonleitern, deshalb 'klingt alles ziemlich gleich'. Unsere Überlegung war, dass jede interessante Musik irgendwelche Affekte auslösen muss, bei der Friedensmusik darf dass, so wie ich es verstanden habe, nicht passieren. Alle starken Affekte sind schädlich. Sie muss gemäßigt sein, deshlalb die Paralelle zu unserem Radio. Affekte auslösen kann nur die Kriegermusik, deshlab ist sie die eigentlich interessante (jakobk)
Ja, aber der Punkt ist, daß beide Musiken öffentlich sind. Ich sehe bei Platon keinen Grund, die aufrüttelnde Musik zu zensieren. Ich habe ihn immer so gelesen, daß es für die Bürger nicht so essentiell ist wie für die Wächter, zur Tapferkeit erzogen zu werden, aber erstens nutzt es ihnen persönlich, zweitens schadet es ja dem Staat nicht, drittens steigen ja manchmal Bürgerkinder auf, und dann ist es besser, sie sind gleich gut erzogen, und vielleicht stärkt eine einheitlichere Mentalität ja auch das Zusammengehörigkeitsgefühl. Und was die Wächter betrifft, so möchte Platon nicht nur, daß sie von den einen Musiken ferngehalten, sondern auch, daß sie von den anderen konditioniert werden. Bei uns dagegen hört man nur die Hintergrundmusik. Gut, Widerspruch ist dafür wohl ein zu harter Ausdruck. --H.A.L. 14:23, 13. Mai 2009 (UTC)



For the scenario:

After stepping through the door you find yourself at a strange place: A lot of people are walking around with bulky luggage. You can see some hugging, some are crying and some are only standing and waiting. A female voice is saying through speakers: "... next stops are ..." Now you realize where you are: It's a train station. You are grabbing after the ring and find out it's still there. "Will it work here?" you ask yourself. The only answer you can give to yourself is: "I don't know."

A hand is touching your shoulder and a friendly female voice asks: "Do you know what that guy looks like?" You shake your head and deny the question.

"We are waiting now for about 30min. I thought these guys are always on time. I'll call him now.", she said. While she is taking out her mobile phone and looking for a number you interrupt her and ask "Where are we? What are we doing here?" - "Are you kidding? You are trying to get this story for about a year now. You prepare yourself for months."

You are questioning again: "What story? What I am preparing for? Who are you?" - "Hah! After all these years I still like your sense of humor." - She is smiling - "OK Theresa, my name is Chloe. I'm your assistant and photographer. We are friends for about 20 years now. You are here, because you are going to write an article about this war-music. You've already heard a lot of this kind of music, and after one year preparing for this trip, we are finally here. And now we are waiting for a guardian, which will show us the city and also will give us some informations about the music."

Theresa? War-music? City? Article? Guardian? You are totally confuzed. "Is everything OK?" Chloe asks. "Yes, yes! I'm only a little bit dizzy at the moment".

"Are you Therese and Chloe?" a dark male voice asks. You nod. "My name is Arek. I'm a guardian. Sorry for being late, there were some problems." - "What problems?" - "Nothing really interesting for you. The car is waiting outside. We have to hurry."

Arek seems to be a correct but strange man. He wears peculiar clothes. You and Chloe are following him to the car. Arek is helping you with your suitcases. After a few moments you are on the way to the centre of the city.

The city itself seems to be a very clean place. Every person you can see on the streets is well-dressed and peacefully. Arek begins to tell: "In our city the new-born babies were seperated from their parents and were sent to a boarding school, where they are going to be educated to respectful and proper citizens. A lot of our education system is based on education with music. There are two different kinds of music: Normal Music and War Music. I know you are here because you want to know more about our War Music, but more on this later, we are here. It's now three o'clock, I pick you up at six in front of the hotel."

You drop off the car and enter a hotel where Chloe does the Check-In. After getting you luggage to your room, you and Chloe leave the hotel and walk to city-marketplace.

Chloe: "That it is really strange that the seperat the babies from their parents. I think it's horrible. And I also don't understand why they are going to educate with the help of music. When I remember my high-school days music was fun and nothing to learn. Can you image learn biology with music?"

(CT) CHOICE_THERESA

  • No I can't.
    • Me too.
  • Yes I think it is cool the get trained in biology with music.
    • I don't think so.

You arrive at the marketplace. You can see bakeries, groceries and cafes. The people there are sitting, talking and drinking. Everything is pretty normal for your understanding, but you realize that it is much more well-behaved. Nobody is talking loud or screaming, and this on a marketplace. You walk around and see a lot of unknown and different foods and spices. After a while Chloe says: "We have to go back to hotel to meet Arek, it's almost six."

Arek is waiting. He says: "Did you have a nice day? I hope so. Now we are going to a musicstore, where you can inform a little bit about our ordinary music."

You enter a music store. It seems to be pretty normal, the only thing you are confuzed about is, that there is only one section: Music. You take some of the LPs, go to a desk and listen to them for a while. You are totally bored. Every song sounds the same.

Chloe comes to you and says: "This is the cool music? I can't believe. We have to talk to Arek."

You go to Arek and ask him: "This is not the War-Music, or?" - "No, War-Music isn't for a wide audience. Only the best and bravest are allowed to hear this music. There is a test you have to pass a test before."

(CT)

  • OK. Only the best and bravest. This has to be a very hard test. So there will be no chance for me
    • Arek: So it is.
      • After this you leave the musicstore and go back to the apartment where you go to bed and awake in the real world.
  • I want to make this test.
    • Arek: I'll will see if there is a chance to do this. But I can't promise.

Arek: "You are now allowed to take one LP with you."

(CT)

  • The Stones - Be calmful
  • The Bugs - Be happy
  • The Birds - Be pretty


After leaving the store you talk to Chloe. "I think this test is really hard. I have to get more informations on this." Chloe answers: "I think we should go back to marketplace. Maybe there is someone who can help us."

(CT)

  • No, I think I shouldn't cheat on this test
    • You go back to the hotel, the test is on the other day and you fail. They send you back home where you write an article about what had happend on you journey.
  • Ok, I hope we find someone

Back on the marketplace you

Arbeitsgruppe: Frauen- und Eigentumsteilung

1. Szene
Ein junger Mann verschafft sich illegaler Weise Zugang in Platons Staat und erblickt, als er durch die Straßen irrt, ein junges Mädchen, deren Schönheit ihn sofort in ihren Bann zieht. Er folgt ihr.
Sie verschwindet in einer Türe. Vorsichtig tritt er an die Türe und lugt durch einen Spalt. Es offenbart sich ihm der Anblick einer Schar nackter Frauen und Männer, die der Leibesertüchtigung frönen. Eine starke Männerhand fasst ihn an der Schulter. Es ist ein Wächter.

Wächter: Kann ich dir helfen mein Junge?

Handlungsoptionen:

  • Junge: „Verzeiht, ich bin nur etwas verwirrt, ich habe noch nie so etwas gesehen. Frauen und Männer die so selbstverständlich gemeinsam Gymnastik treiben. Könnt ihr mir erklären was es damit auf sich hat?“
  • Junge: „Ich schaue nur, nichts weiter.“ (sprachs, und läuft davon)
  • Junge: „Ich würde gerne den Turnsaal betreten, allein ihr steht mir im Weg.“


Weiterführung:

  • Wächter: „Wisst ihr denn nicht, dass dies eine den Wächtern vorbehaltene Einrichtung ist? Solltet keiner sein, was ich nun annehmen muss, so will ich euch raten zu verschwinden, bevor ich mich vergesse. Und überhaupt, wieso seid Ihr nicht bei der Arbeit. Zeigt mir euren Ausweis.“
    Junge: „Ich muss ihn wohl zuhause gelassen haben. Lasst mich ihn schnell holen, guter Mann.“ - Der Junge bemüht sich schnell aus dem Blickfeld des Wächters zu verschwinden.
  • Der Junge verschwindet hinter einer Hausecke.
  • Wächter: „Da ich euch nicht kenne, wisst Ihr wohl, dass es meine Pflicht ist, eure Identität zu prüfen. So zeigt mir bitte euren Ausweis.“
    Junge: „Ich muss ihn wohl zuhause gelassen haben. Lasst mich ihn schnell holen, guter Mann.“ - Der Junge bemüht sich schnell aus dem Blickfeld des Wächters zu verschwinden.


2. Szene
Der Junge hält sich in einiger Entfernung versteckt und wartet darauf, dass das Mädchen die Turnhalle wieder verlässt. Die Sonne ist bereits untergegangen, als sie schließlich aus der Halle kommt. Er folgt ihr abermals.

Sie betritt ein großes, einstöckiges Gebäude. Vorsichtig tritt der Junge an eines der Fenster, die allesamt durch Gitter geschützt sind. Seine Hände tasten sich durch die Dunkelheit an die kalten Gitterstäbe und er gewinnt Einblick ins Innere des Gebäudes.

Drinnen sitzt das Mädchen inmitten einer Menge von Menschen, Männer und Frauen, alle in Lumpen gehüllt, auf dem nackten Boden sitzend und speisend. Sie trinken Wasser und essen Fleisch, ohne ein Wort zu sprechen, bevor sie sich alle schließlich, an derselben Stelle, an der sie vorher noch aßen, hinlegen und einschlafen. Auch der Jüngling wird von seiner Müdigkeit übermannt und schläft unter dem Fenster ein.

Das Knarren, der sich öffnenden Türe weckt ihn schließlich aus seinem Schlaf. Es ist das Mädchen, das aus der Türe tritt und in Richtung der Stadtmauern aufbricht. Es ist noch mitten in der Nacht. Eine Kerze leuchtet ihr den Weg. Der Junge folgt ihr dicht um sich nicht in der Dunkelheit zu verlieren.

Vor einem hohen Wachturm bleibt sie stehen und öffnet eine Türe, hinter der sich die steilen Stufen nach oben in den Turm befinden. Sie steigt hinauf, ohne die Tür abzuschließen; vorsichtig schlüpft der Junge hindurch und steigt die Treppen hinauf.

Er findet das Mädchen oben im Turm an der Mauer lehnend wieder. Sie schluchzt leise in sich hinein.

Er nähert sich ihr behutsam. Als er schon direkt vor ihr steht und sie ihn immer noch nicht bemerkt hat, fasst er seinen Mut zusammen und spricht zu ihr.

Junge: „Verzeih mir, es bricht mir das Herz ein so junges Leben so in Trauer aufgelöst zu sehen. Was bedrückt dich?“
Mädchen (erschrocken): „Wer seid Ihr Fremder? Was erlaubt Ihr Euch mir hier aufzulauern? Ihr wisst, dass es mich nur ein Wort kostet und Ihr werdet festgenommen.“
Junge: „Bitte, ich führe nichts Böses im Sinne. Ihr habt recht, ich bin fremd, ein Reisender, aber gebietet es Euch die Sitte nicht, mir Reisendem mit Sanftmut zu begegnen?“
Mädchen: „Dies bedeutet nicht weniger, als dass ich meine Pflichten vernachlässigen muss. Wer glaubt Ihr zu sein, dies von mir verlangen zu können?“
Junge: „Es steht Euch frei jederzeit Alarm zu schlagen, doch ich bitte Euch, sprecht mit mir, lasst mir Euch helfen, Ihr könnt mich immer noch später ausliefern.“
Mädchen (nach kurzem Zögern): „Was soll mir das nutzen? Wie könntet Ihr mir helfen? Niemand kann mir zurückgeben, was ich verloren habe... aber ja... ich bin immer allein und kann mit niemandem reden... die anderen Wächter, die mit mir leben, sind so kalt und zurückhaltend… niemand von denen würde mich verstehen...“
Junge: „So sprecht! Erzählt mir, was euch quält. Was habt Ihr auch zu verlieren, ich bin nur ein Eindringling in eurer Welt. Ihr seht, ich bin kaum älter als Ihr und doch will ich tun was in meiner Macht steht, um Eure Trauer zu lindern.“
Mädchen: „Also, seht. Ich bin jetzt 19 Jahre alt. Mein Leben war sehr unbeschwerlich und ruhig, oder zumindest war dies, was ich dachte. Ich fühlte mich von meinen Freunden geliebt und – ich war davon ganz überzeugt – mir fehlte nichts. Aber dann, am Tag meines sechzehnten Geburtstages, ist ein Bote der Regierung zu mir gekommen, um mir mitzuteilen, ich sollte Mutter werden. Zunächst war ich – ehrlich gesagt – sehr gespannt. Ich wusste natürlich nicht im Geringsten was ich zu erwarten hatte.
Junge: Deinen Mann hast du ja vorher gekannt, oder?
Mädchen: Ich habe ihn nie wirklich kennen gelernt. Es geschah alles in Eile, in einer Nacht und wenig später, stellte ich fest, dass ein Kind begonnen hatte in mir heranzuwachsen. Mit einem Male änderte sich mein Leben, es war mir Freud und Leid zugleich. Mit einem Mal aber stand mir eine Frage im Kopf, die ich mir nie vorher gestellt hatte, und ließ mir keine Ruhe mehr: Wer war meine Mutter? Ich war zugleich Mutter und Waisenkind: Was würde mit meinem Kind geschehen?
Junge: Das kann ich nicht verstehen: Kennst du denn deine Mutter nicht?
Mädchen: Niemand hier kennt seine Mutter. Wir wurden alle von Ammen aufgezogen. Und so auch mein Kind. Als ich es gebar, wurde es mir sofort entrissen. Ich war erschöpft, entmutigt, verletzt, fühlte mich beraubt. Nach nur wenigen Tagen wurde ich wieder zum Dienst geschickt. Seitdem finde ich keinen Trost. Nacht für Nacht sitze ich in diesem Turm und weine, bis mein Wachdienst zu Ende ist, und ich zumindest wieder für einen weiteren Tag die Kraft aufbringe, mein Leben weiterzuführen. Seit drei Jahren lebe ich so und niemand weiß davon, du bist die erste Person, der ich mich anvertrauen kann.
Junge (hält kurz inne, schließt sie dann in die Arme): Du Ärmste, was für ein schreckliches Schicksal. In meiner Heimat wäre es undenkbar einer Mutter so etwas anzutun. Komm, Flieh mit mir von diesem unsäglichen Ort.

Er nimmt sie an der Hand und sie eilen die Treppe hinunter. Es tagt bereits.


Handlungsoptionen:
Hier sollte sich wieder ein Punkt ergeben, an dem der Spieler die Möglichkeit hat den Handlungsverlauf zu bestimmen. Mögliche Szenarien wären etwa, dass der Jüngling sich eine zeitlang im Staat verbirgt, während sie die gemeinsame Flucht und so die Realität im platonischen Staat kennen lernt, oder aber dass das Mädchen sich zunächst weigert mit ihm zu fliehen, ihm trotzdem aber nicht abgeneigt ist, wodurch sich Dialoge ergeben, in denen die Lebenssituation einer Wächterin erörtert wird, worin der Jüngling aus der Fremde immer als individualistischer Gegenpol auftritt. Ein solch klassisches Romanzenszenario ist natürlich schon per se recht verbraucht, aber als Möglichkeit die Frauen- und Warengemeinschaft darzustellen erscheint es doch geeignet.

(Stephan Berger und Giuseppe Ganarini)

Eine Spannende Geschichte, aber eine Anmerkung muss ich mir erlauben: Ihr scheint eine recht klare moralische Position gegenüber Platons Idee des Wächterlebens einzunehmen. Wenn man fies wäre, könnte man sagen, ihr habt in eurer Geschichte das westliche Ideal der Kleinfamilie verabsolutiert. Eine Abweichung in Richtung kommunenartiger Familien erscheint hier als Gewalttätigkeit gegenüber der menschlichen Natur. Natürlich ist der Mensch ein Wesen, dass intensive Brutpflege betreibt, trotzdem würde ich auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Platons Idee funktioniert und tatsächlich die ganze Gemeinschaft "Mutter" für ein Kind sein kann. (jakobk)

Arbeitsgruppe: Qualitätsmanagement bei Wächtern

Fragment

AGATHON, GYGES, SKORESTA

Gyges: Hello Agathon. Skoresta told me that you are a sort of spokesperson for the government of this state. Can I ask you some Questions?

Agathon: I am glad to meet you, Gyges. Please do not hesitate to ask, but be aware that we do not have a government in the usual sense. Our leaders are not appointed by a popular assembly and there are no regular election campaigns and constitutional bodies. Our elders are carefully selected from the guardians. We start observing the behavior of boys and girls at a very early stage and we make sure that only the most intelligent candidates with a flawless character are given the opportunity to join the ruling elite. We do not, therefore, need the periodical fair of vanities that is characteristic of many democracies.

Gyges: I see. So this is why your education is so severe and why your kids are not allowed to listen to pop music and to flirt with each other. As far as I can see you keep showing them success stories in athletics and all sort of competitve games. Don't you think that they are missing something this way?

Skoresta: What kind of entertainment do you have in mind? It seems to me that they can easily do without morbid films like "Pulp Fiction" or "Reservoir Dogs". And if you look at the daily news I do not seen any necessity form them to know every details of Natascha Kampusch been locked away in a cellar or some choir boy accusing a cardinal for abusing them. What they should learn is how to become a well-integrated member of society and since young kids are very susceptible to what they are told they should be made familiar with good and beautiful things.

Agathon: Skoresta is right and our whole system of education is arranged accordingly. We have to come to terms with the fact that most people prefer to hear intersting and entertaining things and that they are extremely weary to question their own prejudices. There are cliches about princesses, teachers and nurses and more often than not newspapers and TV just affirm these prototypes. As far as the state is concerned politicians should look good and promise some goodies. They should not be involved in obvious curruption and not appear elitist. No one is really interested in a politicians character and his arguments. It is for this reason that we avoid the usual jamboree of election and have a system, carefully designed to find men of character to be guardians of the state.

Gyges: We have just had a similar experience in the country where I come from. As long as the economy was running smoothly everyone was spending money, buying expensive houses and cars on credit. Even though economists had been warning for a long time nobody was listening to the voice of moderation. As a consequence a crash was unavoidable and everybody suffered. It is the task of well-informed governments to intervene before things get out of control. How do you prepare your statesmen to be up to this job?

Skoresta: Greed seems to be a fairly common human trait. I can understand that craftsmen demand a fair price for their products that cost them a definite amount of time and effort. But now, with all those experts in selfdevelopment, self confidence, mindpower and public achievement, offering training sessions and personal catering, a different situation has developed. One has to pay to acquire civic competence like running for office or definding oneself befor a court. This amounts to a preservation of the status quo because those in charge can more easily afford to train to remain in charge.

Agathon: We are very much aware of this situation. Our guardians are not allowed to have personal property, which is a safe way to avoid corruption and flattery. Some have objected that this puts our elite at a disadvantage because their members have to renounce the comfort of owning their own stuff. Our answer is that the most important thing is for the state as a whole to be set up in an adequate way. Its aim is not to guarantee the well-being of a particular group of people but rather to provide a framework for all citicens to cooperate to advance the common good. Wise men and women, it is true, are usually not very keen to volunteer for this kind of office. But we have to demand that they put the state's advantage above their own.

Gyges: And how do you pick the candidates? I understand that they should be consolidated persons, dependable and attentive to the needs of their fellow citizens - but how does this translate into an actual process of selection? There are dependable mafia bosses and very attentive hedge fund managers. You have been telling me that the aim of education is to make young people familiar with the beautiful and decent life, with the query for truth. But this sounds pretty much like a cliche. Our enemies in Asia cannot understand how a young boy can profit from the caring love of his mentor and hold themselves to be well educated nevertheless. What kind of test do you apply to find the best available statesmen?

Agathon: Well, we start with the observation that most citizens have a lot of sometimes conflicting interests. They are striving for different aims that change according to changing circumstances. It is not common to stop and ask what's behind this whole bunch of activities. There are, on the other hand, persons that look out for truth. They want to know what is behind mere appearances and inquire about truth (beauty, justice) in itself and not just about true sentences or beautiful things. Our education is designed to develop these extraordinary abilities. Once we succeed in teaching these qualities to a person we elevate her to the ruling circle.


Hier endet das Fragment vorläufig. Ich habe absichtlich nicht weitergeschrieben, weil sich nun die wichtigen philosophischen Weichenstellungen ergeben. Da wollte ich nicht vorgreifen. Ich habe das Problem versuchsweise platonfreundlich exponiert und würde mich interessieren, wie ihr die Fortsetzung seht. --anna 14:29, 5. Mai 2009 (UTC)


Ganz spannend und finde ich die Frage, die bei, Global Mindset V2 eingebracht wurde: „Was ist das für eine "Tugend", die nichts mit Deinen Handlungen zu tun hat, oder daher entsteht, dass Du gar nicht anders handeln kannst? Da fehlt doch etwas." Das sollte man die Beteiligten an diesem Dialog vielleicht diskutieren lassen (jakobk)


Schlussgespräch mit Skoraste

(Ich habe teilweise die Antworten von Skoraste direkt aus der Politeia übernommen.)

Spieler: SKORASTE; GYGES

SKORASTE: Ich habe dir nun vier Räume dieses Schlosses gezeigt. Jedes Mal hast du unsere Lebensweise durch andere Augen gesehen. Sag, wie ist dein Eindruck?

GYGES: Ich habe noch nie zuvor solche Sitten erlebt. Ich verstehe nicht, wie es möglich ist, so zu leben. Es gibt vieles, auf das ihr hier verzichtet.

SKORASTE: Wie du gesehen hast, verzichten wir auf übermäßigen Luxus. Wir tun das, um unseren Geist gegen ungerechte Gedanken zu schützen.

GYGES: Ist es denn übermäßig oder schlecht, auf Tischen gemütlich und festlich zu speisen?

SKORASTE: Das kann man schon bei Homer lernen. Im Feld lässt er, wie du weißt, bei den Mahlzeiten die Helden nie mit Fischen bewirten – wobei sie doch am Hellespont lagern – noch auch mit gekochtem Fleisch, sondern nur mit abgebratenem, was für die Soldaten am leichtesten zu beschaffen ist. Denn fast überall können sie sich leichter des Feuers bedienen als das Kochgeschirr mittragen. Aber auch Gewürz erwähnt Homer niemals; und dies wissen doch auch die Athleten, dass auf all das verzichten muss, wer einen gesunden Körper haben will.

GYGES: Ist es verkehrt, seine Kinder selbst aufzuziehen?

SKORASTE: In der Gemeinschaft der Bürger und Bürgerinnen erkannten wir das größte Gut für einen Staat. Wenn weder ein Vater weiß, wer sein Sohn ist, noch der Sohn seinen Vater kennt, kann da irgendeiner einen anderen als verwandt oder aber als fremd ansprechen?

GYGES: Nein, natürlich nicht.

SKORASTE: Deshalb kann er in jedem Menschen, den er trifft, einen Bruder, eine Schwester, einen Vater oder eine Mutter, einen Sohn oder eine Tochter oder deren Enkel und Vorfahren anzutreffen glauben und sie alle als zu sich gehörig empfinden. Durch diese Gemeinschaft von Mein und Nichtmein stiften wir die innigste Gemeinschaft in Leid und Freud. Auf diese Weise hält der Staat zusammen wie ein einziger Körper.

GYGES: Warum erhalten Kranke keine ausreichende Pflege?

SKORASTE: Wir folgen dem Beispiel des Asklepios. Er lehrte die Heilkunst für die Menschen, deren Leib von Natur aus und infolge der Lebensweise gesund war, die aber an einer bestimmten Krankheit litten. Mit Heilmitteln und Operationen vertrieb er die Krankheit und trug ihnen dann ihre gewohnte Lebensweise auf, um nicht das Leben des Staates zu stören. Aber er versuchte nicht, durch Diätbehandlung innerlich ganz sieche Körper bald etwas zu schröpfen, bald wieder zu füllen und dadurch den Menschen ein langes, aber elendes Leben zu geben, ja noch Nachkommen zu zeugen, die ihnen, wie anzunehmen ist, ähnlich würden; sondern wer in dem ihm bestimmten Leben nicht zu leben vermochte, den glaubte er nicht heilen zu müssen, weil er weder für sich selbst noch für den Staat einen Nutzen bedeutete.

GYGES: Was ist falsch daran, neuartige Musik zu spielen?

SKORASTE: Unsere Bürger dürfen nicht an Bildern der Schlechtigkeit erzogen werden. Die Erziehung durch Musik ist so überaus wichtig, weil Rhythmus und Harmonie am tiefsten in die Seele eindringen, sie am stärksten ergreifen und ihr edle Haltung verleihen. Solch edle Haltung erzeugen sie, wenn man richtig erzogen wird, wenn nicht, dann die entgegengesetzte.

Ionische und lydische Tonarten, die schlaff sind, eignen sich für Trinkgelage und sind für kriegerische Männer nicht zu gebrauchen. Ebenso gefährlich für die Erziehung sind die myxolydischen und syntonolydische Tonarten, die zu Klagen und Jammern anregen. Deshalb gibt es nur die Lyra und die Kithara in diesem Schloss. Mit ihnen kann man die dorische und die phrygische Tonart spielen, die aufrüttelnde und die milde, die den Ausdruck der Männer in Unglück und Glück, der besonnenen wie der tapferen, am besten wiedergibt.


OPTIONEN

1. GYGES: Ich sehe wohl, dass ihr euch etwas dabei gedacht habt, doch finde ich keinen Gefallen an so einem Dasein. Es gibt keine Unterhaltung, nur Eintönigkeit. Hier kann man keinen Spaß haben! Lieber verzichte ich auf ein sicheres Quartier, als mich hier zu Tode zu langweilen. Ich ziehe es vor, mein altes Leben wiederaufzunehmen.

2. GYGES: Ich sehe, hinter all diesen Gesetzen und Regelungen steckt reichlich Überlegung. Doch wollt ihr Gerechtigkeit damit erreichen oder bloß einen friedfertigen Umgang? Denn wahrlich gerecht ist nur der, welcher sich frei dazu entscheidet, gerecht zu sein. Das habe ich aus dieser Führung gelernt: Hier bleiben will ich nicht, aber zurück in mein altes Leben will ich ebenso wenig.

3. GYGES: Ich sehe, ihr habt an alles gedacht. Niemand hier würde jemals auch nur etwas Ungerechtes denken. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, als für immer hierzubleiben. Sag mir nur, welche Arbeit ich verrichten soll, und ich werde fortan ein treuer Mieter sein.


DIE FOLGEN DER ENTSCHEIDUNG

1. Skoraste begleitet dich zum Ausgang. In einem heftigen Streit geht ihr auseinander. Du nimmst die U- Bahn und fährst zurück in das Hauptquartier deiner Diebesbande. Du perfektionierst deine Diebeskünste und wirst fortan eine erfolgreiche Karriere als Dieb erleben. Alles, was man stehlen kann, wirst du auch besitzen können. Aber eben auch nur das, was man stehlen kann.

2. Skoraste und Notalp verabschieden sich von dir. Skoraste geleitet dich zum Ausgang und du verlässt das Zauberschloss. Vor dir ist wieder die U- Bahn- Station. Von der Ferne siehst du einen aus deiner Diebesbande. Mit einem geschickten Manöver stiehlt er einem kleinen Mädchen, das damit beschäftigt ist, sein Eis zu schlecken, sein wertvolles Armband. Nach erfolgreicher Aktion sieht er sich um, ob ihn jemand gesehen hat. Sein Blick fällt auf dich.

3. Skoraste beglückwünscht dich zu deinem Entschluss und führt dich zu Notalp. Dieser setzt dich als Wächter ein. Du bekommst eine Kampfausbildung und wirst in dem Staat großes Ansehen genießen. Dein Diebesgut musst du allerdings aufgeben, denn du hast kein Anrecht auf privaten Besitz. Als Willkommensgeschenk zum Einzug überreicht dir Notalp ein in wertvolles Seidenpapier gewickeltes Päckchen. Du öffnest es voller Freude. Es ist ein Buch: Die Politeia!


...auf englisch (die Übersetzung ist ziemlich wörtlich und deshalb mit Sicherheit an vielen Stellen schlichtweg falsch. Aber ich habe mir Mühe gegeben):


SKORASTE: Now I have shown you four rooms of this castle. Every time you have seen our life-style from a different point of view. Let me know, how is your impression?

GYGES: I have never before experienced such customs. I do not understand how it is possible to live in that way. There is a lot which you renounce.

SKORASTE: As you have seen, we renounce excessive luxury. We do so in order to protect our mind against unfair thoughts.

GYGES: Is it excessive then or bad to dine on tables comfortably and festively?

SKORASTE: One can learn this already by reading Homer. In the field he stores the heroes not with fishes – despite their being in the Hellespont –but with cooked meat, which is most lightly to be procured for the soldiers. Since almost everywhere they can easier help themselves of the fire than with the carrying of the the cooking dishes. But also spice Homer never mentions; and the athletes also, nevertheless, know that he who wants to have a healthy body must renounce all this.

GYGES: Is it wrong to draw up his children independently?

SKORASTE: The community of the citizens we recognised as the biggest property for a state. If neither a father knows who is his son, nor the son knows his father, can he respond then of any one others than relatedly or, however, than strange?

GYGES: No, of course not.

SKORASTE: Therefore, he can believe to find in every person whom he meets, a brother, a sister, a father or a mother, a son or a daughter or their grandson and forefather, and feel them all as severely to himself. By this community of mine and notmine we donate the most tender community in grief and joy. In this manner the state holds together like one single body.

GYGES: Why do sick people not receive sufficient care?

SKORASTE: We follow the example of Asklepios. He taught the remedial art for the people whose body from nature and as a result of the life-style was healthy and who suffered, however, from a certain illness. With remedies and operations he expelled the illness and then applied to them her usual life-style, so they would not disturb the life of the state. But he did not try to bleed internally infirm bodies by diet treatment and to soon fill them again and to give thereby a long, but wretched life to these people, to generate descendants still who would become similar to them, as is to be expected; but who was not able to live his life, he simply did not use to heal, because he meant a use neither for himself nor for the state.

GYGES: And what is wrong in playing alternative sorts of music?

SKORASTE: Our citizens may not be educated in pictures of the wickedness [???]. The education by music is so exceedingly important because rhythm and harmony penetrate most deeply into the soul, they strongest seize and lend her noble position. They generate such noble position if one is properly educated, if not, then the opposite occurs. The ionic and lydian keys which are floppy are suited for carousal and are not to be used for warlike men and warriors. As dangerously for the education are myxolydian and syntonolydian keys which stimulate to complaints and moaning. Therefore, allowed are only the Lyra and the Kithara in this castle. With them one can play the Doric and the Phrygian key, the rousing one and the mildly, which reflects best of all the expression of the men, sensible like courageous, during misfortune and luck.


OPTIONS

1. GYGES: I see. There might have been some thinking behind these rules, however, I do not like such an existence. There is no entertainment, only monotony. Here one cannot have fun! I prefer to resume my old life instead of having a safe but boring accommodation here in this castle.

2. GYGES: I see, behind all these laws and regulations there is much consideration. However, do you want to reach really justice in this way, or only an uncomplicated way of living? Since really fair is only that who decides freely to be fair. I have learnt this from this guidance: I do not want to stay here, but I do not want to go back into my old life neither.

3. GYGES: I see, you have thought of everything. Nobody here would ever even think unfairly. I can fancy nothing better than to stay here for good. Just tell me which work I should do, and I will be from now on a loyal tenant in this castle.

--Sinn 13:44, 24. Mai 2009 (UTC)