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Beginn beim Buch

UNI BRENNT. Grundsätzliches - Kritisches - Atmosphärisches Hg. von Stefan Heissenberger, Viola Mark, Susanne Schramm, Peter Sniesko und Rahel Sophia Süß 2., erweiterte Auflage, 364 Seiten Verlag Turia + Kant, Wien 2010 ISBN: 978-3-85132-612-3

Turia & Kant Zum Buch

„In Österreich brachte der Bologna-Prozess eine systematische Beseitigung demokratischer Strukturen an den Universitäten mit sich. Diese werden nunmehr nicht nur WIE Unternehmen geführt, sondern sukzessive so umgeformt, dass sie auch VON Unternehmen geleitet werden können – eine Entwicklung, die den Prinzipien der alles umfassenden Privatisierung und Kommodifizierung des neoliberalen Kapitalismus entspricht.“

L. Dokuzovic, E. Freudmann: Uni brennt, S. 189

„Eine … Analogie zwischen den Studierendenprotesten und ihrem Medium stellt die spezifische Form der Organisation dar, bei der die einzelnen Organisationseinheiten nicht in einem hierarchischen, sondern in einem heterarchischen, d.h. gleichberechtigten Verhältnis zueinander stehen. Die Ablehnung einer Zentralisierung sowie das heterarchische Prinzip bedeuten eine Stärkung des selbstbestimmten Handelns aller Beteiligten, zugleich trägt aber jede_r Beteiligte eine erhöhte (Eigen-)Verantwortung.“

L. Hiesberger, M. Penz, M. Scheffenacker, P. Sniesko: Uni brennt S. 221

„Das Kennzeichen der Kommunikationskultur ist ihre dezentrale und – zumindest dem Anspruch nach – egalitäre sowie hierarchiefreie Organisationsstruktur, die sich neben direkten Kontakten via Telefon oder E-Mail im Kern auf eine im Zuge der Proteste entstandenen, auf der Web 2.0-Technologie beruhenden, internationalen Vernetzungsplattform gründet, die nicht nur informativen, sondern auch inhaltlich-diskursiven Charakter hat.“

L. Hiesberger, M. Penz, M. Scheffenacker, P. Sniesko: Uni brennt S. 218

Im Hintergrund: Koordinationsplattformen für zweiseitige Märkte

Bolo1.jpg
It has often been observed that big, multinational companies have developed into economic agents more powerful than many state governments. The European Union shows a special way of dealing with this problem. Introducing monetary union and enhancing pan-European control over many areas (including educational policy) that were former prerogatives of nation states, it aims at gaining political clout on a global scale. Since we are dealing with a local Austrian political disturbance, what is the point of rehearsing these developments? The abandonment of parts of Austrian educational sovereignty is a remarkable fact. States do not easily hand over such prerogatives. In order to understand the legal rearrangement outlined above, it might be helpful to change the frame of reference from the legal to the economic realm. A useful distinction has been made between merchant- and two-sided markets (Rochet 2005, Evans 2006, Hagiu 2007, Gawer 2009). Traditional department stores, for instance, supply their customers with a variety of goods under one management. Their operations are unidirectional, but consider a powerful trend in recent decades. As the business environment for big stores became more difficult many switched to a different model, namely the two-sided platform. Instead of presenting themselves as one big supplier of goods, they reinvented themselves as mediating platforms, enabling exchange between shops (often brand names) and their customers. The former pattern of comprehensive management was replaced by an approach of matching the needs of selected sellers to their clientele.
The restructuring of the Austrian higher education sector has followed a similar pattern. Just as the previously state-owned railways, mail services and energy providers had been transformed into companies sui generis, universities have been given the means for self-determination, albeit within an environment of unexplored complexity. The Austrian state has switched from the mono-directional model of an agency with ultimate responsibility over its academic sector, to a mediating role as a platform provider, matching national institutions of research and education with the overarching aims of the so-called Lissabon proclamation1 , envisaging a leading role for Europe in bringing about the future “knowledge society”.

H. Hrachovec, The Vienna “unibrennt” Platform. Hidden Pitfalls of the Social Web. Erscheint 2011

Gernshops.jpg


Elektronische Koordinationsplattform

Unibrennt7.jpg | Oehwien.jpeg Unibrennt1.jpg | Unibrennt4.jpg


„Promote your business to millions of viewers for only $1 a month.“ (ustream.tv)
„Users also find great value in connecting with businesses of all kind on Twitter ...“
„Der für den Endnutzer kostenlose Dienst Gmail finanziert sich über kontextbezogene, das heißt auf den Inhalt von E-Mails angepasste Text-Werbung (Google AdWords), die analog zur Suchmaschinenoberfläche von Google rechts eingeblendet wird. Dazu wird nicht nur die geöffnete E-Mail analysiert, sondern auch zuletzt empfangene Mails mit einbezogen.“ (Wikipedia)


Unibrennt2.jpg
Unibrennt3.jpg

Bedenken

„Eigentliche Forderungen … sind in der Tagcloud nicht zu entnehmen – diese Verzettelung, die vielleicht stattgefunden hat, spiegelt sich auch in den Tweets auf Twitter sehr gut wieder. … Hier zeigt sich die Schwierigkeit, ein Anliegen im Sinne einer konkreten Aufforderung über ein von heterogenen Gruppen genutztes Medium gezielt zu verbreiten.“

J. Herwig, M. Kossatz, V. Mark: Uni brennt S.251

„Während die Zeit der Besetzung, inkl. die Möglichkeit der Vernetzung und der Sichtbarmachung und Integration, als Empfindung von Aktivität und Selbstwirksamkeit gelesen werden kann, wurde durch die Räumung des Audimax dieses Gefühl stark angegriffen.“

J. Herwig, M. Kossatz, V. Mark: Uni brennt S.251


Der folgende Text wurde, so wie hier wiedergegeben, in der 3. Sitzung des Forums für nachhaltige Hochschulentwicklung von Vertretern der Besetzerinnen verteilt.

Da bei den letzten Gesprächen noch einiges an Unklarheit bezüglich der Form der 
Teilnahme seitens der BesetzerInnen und ihrer Position bestand, möchten wir einige 
Punkte klarstellen.

Die Besetzung ist grundsätzlich eine Initiative die von Einzelpersonen ausgeht, die 
Motivation der BesetzerInnen ist vielseitig, und in vielen Fällen nicht komplett 
transparent. Aus diesem Grund ist es in in dem Rahmen des "Forum Uni Wien" nicht 
möglich eine Zusage über das Ende der Besetzung stellvertretend für alle BesetzerInnen 
zu tätigen. Die am "Forum Uni Wien" teilnehmenden BesetzerInnen sehen dieses als eine 
sinnvolle Plattform, um über unsere Anliegen zu sprechen und diese umzusetzen, sehen 
Sie daher diese Diskussionen als Chance.

Sollten hier konkrete Lösungen entstehen, können diese Gespräche durchaus dazu dienen
Personen von der Beendigung der Besetzung zu überzeugen (eine gute Kommunikation 
Rektorat-Plenum wäre hier ebenfalls sehr dienlich). Bitte vermeiden Sie daher auch 
die Diskussion über das Ende der Besetzung, diese vergeudet in diesem Rahmen nur Zeit 
die konstruktiv genutzt werden könnte. Die BesetzerInnen werden sich von den Gesprächen 
zurückziehen sollten sich diese als nicht ergebnisorientiert erweisen.

Bitte nehmen Sie auch wahr, dass nur langfristige und nachhaltige Verbesserung der Situation 
der Studierenden, insbesondere auch in Bezug auf die Redemokratisierung, weitere Besetzungen 
verhindern bzw. diese beenden können. Setzen Sie sich daher auch gegenüber der Politik 
diesbezüglich durch und machen Sie Ihre Position sichtbar. Da ein aktives Mitspracherecht 
seitens der Gesetzgebung nur unzureichend gegeben ist, sind Besetzungen ein notwendiges Mittel, 
um unser Recht auf Mitsprache zu erlangen. Bei den BesetzerInnen besteht grundsätzlich 
Dialogbereitschaft, auch bezüglich der Anliegen anderer Universitätsorgane, jedoch müssen für
jeglichen Dialog die Rahmenbedingungen gegeben sein um diesen demokratisch führen zu können.

Die anwesenden BesetzerInnen sind grundsätzlich als Privatpersonen hier, da es das Plenum
ablehnt VertreterInnen der Besetzung zu bestimmen. Jedoch hat das Plenum den Auftrag an alle
teilnehmenden Personen verfasst, diese Gespräche zu nutzen um unsere Inhalte und Forderungen
in bestmöglicher Weise zu positionieren und zu vertreten, sowie ihr möglichstes für die
Umsetzung dieser zu tun (diese Aufforderung gilt allgemein an alle Menschen...).

Nehmen Sie die BesetzerInnen, aber auch die KollegInnen von der ÖH in diesem Zusammenhang
als eine Art Consultance-Team war, das es Ihnen ermöglichen soll die Anliegen der
BesetzerInnen zu verstehen und Ihnen helfen soll ihre Forderungen zu erfüllen.
Je mehr Kompetenzen an die Studierenden abgetreten werden, umso leichter wird es sein die
Forderungen, entsprechend der Vorstellungen seitens der Studierenden, umzusetzen.
Die teilnehmenden Besetzerinnen arbeiten in Koordination und Absprache mit der ÖH Uni Wien 
(exklusive AG-Mitglieder), Vorschläge werden unterstützt und mitgetragen.

Die hier vermittelten Ansichten sind entsprechend den obigen Erläuterungen als Position
von Einzelpersonen zu sehen. Einige der Teilnehmerinnen seitens der BesetzerInnen haben
an der Entstehung dieses Handouts mitgewirkt. Es dient Ihrer Information und als Hilfestellung
um die Struktur der Besetzung zu verstehen.