Kriminalität und Persönlichkeit (JsB)

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Kriminalität und Persönlichkeit

Antisoziales Verhalten in der Kindheit gilt als bester Frühprädiktor für die Ausbildung delinquenten Verhaltens. (Montada, 1998. In Oerter/Montada (Hrsg.); 1998; Entwicklungspsychologie, Seite 1026)

Chaotische Lebenswege, materielle Defizite und das Aufwachsen in sogenannten Problemfamilien gelten als Risikofaktoren. Eine Abwärtsspirale beginnt sich zu drehen. Auffällige Kinder werden häufiger abgelehnt und entwickeln ein negatives Selbstbild. Je länger ein Mensch in einer derartigen Atmosphäre lebt, umso schwieriger wird eine Veränderung. Der Heranwachsende lernt sich mit dieser Rolle zu identifizieren.

Um diesen Risikofaktoren adäquat entgegenzuwirken, ist eine Differenzierung dringend notwendig, weil „Maßnahmen nur greifen können, wenn sie auf die Täterpersönlichkeit, deren sozialen Kontext und Lebenssituation und die Tatumstände abgestimmt sind.“ (Göppinger,1985. In Oerter/Montada (Hrsg.); 1998; Entwicklungspsychologie, Seite 1033)

Link: http://www.zimbardo.com

Literatur: Montada L (1998): Delinquenz. In Oerter R, MontadaL (Hrg.): Entwicklungspsychologie. Beltz: Weinheim