Kommentare und Beiträge zur SE-Einheit vom 25.11.2008

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Heidegger, Sein und Zeit - §§ 61 - 65.

Was für einen Begriff von Tod verwendet Heidegger? Welche „Phänomene“ sind in dem Begriff enthalten? (Leitet den Menschen eine versteckte Angst, weil er gleichen sterben wird: I schaffs nimmer, Streß!) Warum ist das Dasein ein Sein zum Tode? Woher kommt die eigenste Form des Schuldigseins? „ Das Dasein ‚ist‘ ständig schuldig, kann nur heißen, es hält sich in diesem Sein je als eigentliches oder uneigentliches Existieren.“ (§ 62, S. 305f.) Schuldig-sein, bedeutet vorsichtig gelesen also nur: handelnd existierend. Warum kann dann aber der „Sinn des Lebens“ nicht im Dasein immanent sein? Problem Entschlossenheit: „Das ‚kann‘ des Schuldigseinkönnens versteht die Entschlossenheit erst, wenn sie sich als Sein zum Tode ‚qualifiziert‘. (§ 62, S. 306) Problem Nichts: „Das Nichts, davor die Angst bringt, enthüllt die Nichtigkeit, die das Dasein in seinem Grunde bestimmt, der selbst ist als Geworfenheit in den Tod.“ (§ 62, S. 308) Sind das (Entschlossenheit und Nichtigkeit) die zwei Beweggründe warum Heidegger ein Leben als Lebenzum-Tod annimmt? -- Schaffen einer anthropologischen Konstante?! Erst nach bzw. durch der/die Sorge erscheint die Zeitlichkeit bei Heidegger: „Das dergestalt erst hinreichend geklärte Phänomen der sorge befragen wir dann auf seinen ontologischen Sinn. Die Bestimmung dieses Sinnes wird zur Freilegung der Zeitlich-keit.“ (S. 303, § 61) --Frank Epple 17:02, 1. Dez. 2008 (CET)



Frage für die Sitzung von 2.12.2008 1) Inwiefern ist das "Vorlaufen zum Tode" als ein Ereignis zu denken und inwiefern zieht es sich durch das Dasein? In der Abhandlung: Der Begriff der Zeit kommt es denke ich ziemlich gut hervor, dass es sich um ein Ereignis und eine Wahl handelt, welches zur Eigentlichkeit führt (S.53/54). S.53 Begriff der Zeit: Dieses Nichts als Wovor stellt das Sein des Daseins einzig auf es selbst zurück. S.54.. "Das Vorlaufen bringt - das je eigene Vorbei aufdeckend - das Dasein vor die Wahl, die als Möglichkeit die Eigentlichkeit seines Seins ausmacht." Aber: "Das als Sein zum Tode bestimmte Gewissen-haben-wollen bedeutet auch keine weltflüchtige Abgeschiedenheit, sondern bringt illusionslos in die Entschlossenheit des "Handelns" (Sein und Zeit S.310) Dies sagt mir nun, dass das eigentliche Sein durch ein Ereignis (eines oder mehrerer!?) ausgelöst wird und sich danach mit einem gewissen Bewusstsein des Todes eigentlich in der Welt verhält. das eigentliche Dasein sollte ja durchgehend eigentlich sein; in allem was es tut?? - Es wurde im Seminar schon davon gesprochen, dass man sich das Besorgen nicht wegdenken kann. Aber kann das eigentliche Dasein sich im Besorgen eigentlich verhalten?? Denn: widerspricht die starke Forderung nach Eigentlichkeit nicht dem Handeln in der Welt??(das Zitat S.310 SZ sagt, dass es dies nicht tut) oder besser: wenn ich das Vorlaufen zum Tode als Ereignis und Wahl ansetze, kann es sich so doch nicht im Besorgen oder im Handeln durchhalten, da es doch nicht denkbar ist einzig auf sich selbst zurückgestellt zu sein (S.53 Begriff der Zeit)?? Gerade ein "ständiges" Vorlaufen zum Tode ist doch nicht möglich- oder? Führt Heidegger deshalb die "vorlaufende Entschlossenheit" ein? Dies wäre für mich vorläufig (auch in Bezug zu dem obigen Zitat SZ S.310) eine plausible Erklärung. Aber: wie ist die vorlaufende Entschlossenheit im Bezug auf das gestellte Problem zu denken? --Leo stadlmüller 00:02, 2. Dez. 2008 (CET)









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