Gerhard Roth: Worüber dürfen Hirnforscher reden - und in welcher Weise: Unterschied zwischen den Versionen

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; 02/2004 Deutsche Zeitschrift für Philosophie
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; 02/2004 Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 223-234
  
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== Zum Verhältnis von Philosophie und Neurobiologie ==
  
=== Summary ===
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Der Neurobiologe Gerhard Roth behandelt in seinem Aufsatz das Grenzverhältnis zwischen Philosophie und kognitiven Neurowissenschaften. Insbesondere geht es ihm darum, was Hirnforscher legitimer weise sagen dürfen, ohne (sprach)philosophische Probleme zu bekommen.
  
Gerhard Roth, seines Zeichens Biologe und Hirnforscher, hat sich in den letzten Jahren der Publikation zahlreicher neurophilosophischer Bücher und Artikel angenommen. So steht auch der, in der 2. Ausgabe des Jahres 2004 erschienen "deutschen Zeitschrift für Philosophie", gedruckte Artikel unter der Ägide, die Tabus der naturwissenschaftlichen Hirnforschung und ihre Positionierung in der Philosophie darzustellen.
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Für ihn stellt sich die philosophische Kritik anhand zweier Punkten dar.
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# Der „Fundamentalvorwurf“, die Hirnforschung als experimentelle Naturwissenschaft dürfe und könne nichts über philosophische Probleme sagen. Dies gilt als unzulässige Grenzüberschreitung.
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# Der zweite Kritikpunkt handelt vom „Vorwurf, dass Hirnforscher auf unzulässige Weise das Gehirn zum Subjekt geistiger oder emotionaler Zustände macht.“ Dies wäre ein klassischer Kategoriefehler.  
  
"Es kann den Philosophen nicht gleichgültig sein, dass Teile der Neurowissenschaften bzw. der Hirnforschung, die man inzwischen unter dem Begriff 'kognitive und emotionale Neurowissenschaften' zusammenfasst, in Bereiche vordringen, die zu den Kernbestandteilen der Philosophie gehören, wie Erkentnnistheorie und Geistes- und Bewusstseinsphilosophie, oder sich gar mit Fragen der Moral, Ethik und Willensfreiheit befassen.
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Für Roth stellen diese Einwürfe eine berechtigte Kritik dar, da er auch zugibt, dass die Hirnforschung als relativ junge Wissenschaft noch keine Zeit hatte, eine „grundlegende Methoden- und Begriffskritik“ durchzuführen
: mE ist die Interdisziplinarität der Philosophy of Mind, der CogSci oder auch der Kybernetik, deren Anfänge wohl als Referenz für das Ineinandergreifen, transdisziplinieren von monokulturellen Wissenschaften, eine der wichtigsten Weiterentwicklungen auf dem Weg zu einem besseren, wenn auch überbewerteten, naturwissenschaftlich angehauchten, Verständnis des Menschen. Einer Disziplin zu verbieten sich in die Gefilde einer anderen einzumischen, mutet mir äußerst einfältig an, vor allem dann, wenn sie (die Disziplin) in ihrer eigenen Theoriegetränktheit regelrecht unterzugehen scheint. Die mE beste Möglichkeit dieser Theoriegeladenheit zu entfliehen ist über die [http://de.wikipedia.org/wiki/Konstruktiver_Realismus#Die_Verfremdung_im_CR Strangification] wissenschaftstheoretischer Konzeptionen.
 
  
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== Unproblematische Aussagen ==
  
=== Roths philosophische Positionen ===
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Daher stellt sich für ihn die Frage inwiefern die Sprache der Hirnforschung unproblematisch ist. Operiert sie rein auf der Ebene von Nervenzellen (z. B. Membranen, Ionenkanälen) oder spricht sie nur von Gehirnzentren bzw. dem ganzen Gehirn, ohne Kontakte zu geistig-psychischen Funktionen zu schließen, dann ist dies unproblematisch. Roth nennt das einen selbstbeschränkenden bzw. agnostischen Ansatz. Auf dieser Ebene blieb die Hirnforschung aber selten – zeigten sich doch schon früh die Zusammenhänge zwischen Gehirn und perzeptiven, kognitiven, emotionalen oder motorischen Leistungen. So führt er auch die Erkenntnisse von Paul Broca an, welche als Erster die Beobachtung gemacht hat, „dass die Zerstörung in einem Bereich des linken Stirnlappen zu einer typischen Beeinträchtigung des Sprachvermögens führt“ – bekannt als „Broca-Aphasie.“
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Roth führt dann auch noch weitere Beispiele an für den Zusammenhang von Psyche und Neurophysiologie (visuelle Agnosie oder dass „Verletzungen im Bereich des Mandelkerns zu Gefühlsarmut bzw. Unfähigkeit, bedrohliche Geschehnisse zu erkennen“ führen). Wobei Roth klarstellt, dass kompetente Neurobiologen niemals sagen würden „die Sprache sitze im Broca-Areal“ oder „die Furcht in der Amygdala“ , sondern, dass „sich im Broca-Areal Netzwerke befinden, die für das Beherrschen von Syntax und Grammatik der menschlichen Sprache unabdingbar sind.
  
:[http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtreduktiver_Materialismus nicht-reduktionistischer Physikalismus]
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Für Roth ist daher z. B. folgende Aussage vollkommen unproblematisch:“ Eine Verletzung im Bereich des Hippocampus führt dazu, dass ein Patient keine neuen Wissensinhalte mehr lernen kann“ oder „Eine Zerstörung des unteren Stirnhirns führt dazu, dass besonnene und friedliebende Menschen zu rücksichtslosen, unmoralischen Personen werden“. Auch ist es für moderne Hirnforschung möglich mittels MEG, EEG und fMRI zu „untersuchen, was im Gehirn passiert, bevor eine Versuchsperson ein bestimmtes Wahrnehmungserlebnis hat.“ Die Ergebnisse der Experimente zeigen für Roth, dass dem bewussten Erleben notwendig und offenbar auch hinreichend unbewusste neuronale Geschehnisse vorangehen.  
:[http://de.wikipedia.org/wiki/Epiph%C3%A4nomenalismus Epiphänomenalismus]
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Interaktionistisch-Dualistische Erklärungsmodelle verlieren daher zwangläufig ihren Anspruch, da die Abhängigkeit des Geistes vom Gehirn evident scheint. Von einer Autonomie des Geistes lässt sich nicht mehr sprechen.
:[http://de.wikipedia.org/wiki/Dualismus_%28Philosophie%29#Interaktionistischer_Dualismus interaktionistischer Dualismus]
 
:[http://de.wikipedia.org/wiki/Mentale_Verursachung mentale Verursachung]
 
  
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== Problematische Aussagen ==
  
=== Positionen im Text ===
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Wann erreicht man nach Roth eine sprachlich problematische Ebene? Dann, wenn man nach der Funktion des Erlebniszustandes selbst fragt.
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Denn wenn neuronale Prozesse dem bewussten Willen vorangehen, stellt sich die Frage, welche Rolle der bewusste Entschluss bei dem gesamten Vorgang spielt. Nach einer alltagspsychologischen und klassisch-philosophischen Erklärung, wird der physische Akt deshalb vollzogen, weil ich es will. Da dies aber nicht geht, da der bewusste Wille neuronal determiniert ist, kann er 1. nur ein Epiphänomen sein, ohne kausale Wirkung oder 2. dient er nur einer Selbstzuschreibung der Handlung. In beiden Fällen ist es aber scheinbar legitim zu sagen „Nicht mein bewusster Willensakt, sondern mein Gehirn hat entschieden.“
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Der Radikalität solch einer Aussage ist sich Roth natürlich bewusst, verändert es doch unser Menschenbild.
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Zur Überprüfung dieser Thesen, d.h. dem Verhältnis von bestimmten Hirnzuständen und bestimmten Handlungsweisen, bringt Roth mehre experimentelle Zugänge bzw. Fragestellungen:
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* Folgen auf bestimmte Hirnzustände immer bestimmte Handlungsweisen oder zeigen sich unerklärliche Abweichungen?
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* Bringen transkranielle Magnetsimulationen, Hypnosen u. ä. Personen dazu, etwas zu tun, dass sie dann als von ihnen gewollt bezeichnen?
  
"Die Hirnforschung hat, anders als Physik und Chemie, für sich bisher keine grundlegende Methoden- und Begriffskritik durchgeführt. Hierfür war sie bisher zu jung und zu vielfältig in ihren Methoden und Gegenständen. Nichts-destoweniger ist es für eine wissenschaftliche Disziplin unabdingbar, dass sie sich eine logisch-begriffliche Basis schafft, in der festgelegt ist, worüber sie in welcher Weise reden soll."
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All die zahlreichen Experimente, die bisher durchgeführt worden sind, bestätigen für Roth die Annahme, „dass innerhalb [cortical] und außerhalb der Großhirnrinde [subcortical (…)] unbewusst ablaufende Prozesse in der Großhirnrinde zu handlungsvorbereitenden Prozessen führen, die ihrerseits das Gefühl ‚ich will das jetzt tun!’ hervorbringen, und dass auf bestimmte corticale Erregungsmuster [das lateralisierte Bereitschaftspotenzial] immer bestimmte Bewegungen folge.“ Zwischen dem Gefühl, etwas zu wollen, und der tatsächlich ausgeführten Handlung besteht demnach keine verursachende Beziehung. Auch zeigen Studien, dass oft Handlungsintenionen bzw. Handlungszuschreibungen erst nachträglich angepasst werden.  
: mE bezieht sich Roth hier explizit auf eine rein sprachphilosophische Dekonstruktion von Begriffen. Jede Disziplin also braucht ihren eigenen Wortschatz, ihre eigene scientific-community-language damit sie von den anderen bloß nicht verstanden werden kann. Klarerweise bedarf es bei einem inter-/transdisziplinären Forschungsvorhaben, bei unterschiedlicher Verwendung ähnlicher Positionen und Begrifflichkeiten ein einheitliches Begriffsfeld. Dass die Hirnforschung sich an der Philosophie orientiert, ist daher viel eher als Kompliment an die Philosophie zu verstehen, alsdass sich hier darüber aufgeregt werden sollte. Programme wie CogSci laufen heute studientechnisch fast ausschließlich über das philosophische Departement. Diese Art der Neuentwicklung von Institutionen scheint in den letzten Jahren/Jahrzehnten zunehmend an Bedeutung zu gewinnen. Man denke nur an den großen Bereich der Medientheorie, in denen Philosophen wie Joseph Vogl herausragendes geleistet haben, um neue interdisziplinäre Zweige zu entwerfen und Neu entstehen zu lassen.
 
  
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Mögliche Denk- und Sprachverbote sind daher unzulässig. Hirnforscher dürfen, sie müssen sogar aufgrund der empirischen Ergebnisse Kommentare zur Willensfreiheit abgeben. Die Frage ist nur, wie sie dies am besten tun sollen. Für Roth ist der Satz „nicht das Ich, sondern das Gehirn hat entschieden!“ korrekt - da Entscheidungen treffen objektiv überprüfbar ist, nach ihm zwar experimentell aufwendig, aber machbar.
  
==== Sprache als Entwicklung und Gegenstand ====
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Oben getätigte Thesen sind nur gültig, wenn sie experimentell bestätigt worden sind. Daher fallen intentionale Zustände wie glauben, lieben oder fühlen zunächst weg, da bisher klare Ergebnisse fehlen (auch wenn es starke Hinweise für eine neuronale Determiniertheit gibt).
  
[http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Broca Paul Broca], der französische Neurologe machte in der Mitte des 19. Jhds. als Erster die Beobachtung, dass die Zerstörung in einem Bereich des linken Stirnlappens zu einer typischen Beeinträchtigung des Sprachvermögens führt, die man später "Broca-Aphasie" nannte. Dieser "Lokalisationismus" war neben der Neuronenlehre die erfolgreichste Theorie der Neurowissenschaften. Weitere Zusammenhänge wie etwa, dass eine Verletzung im Bereich des Stirnhirns zu Sprachstörungen, oder später ein dysfunktionaler Hippocampus zu tiefgreifenden Störungen des so genannten deklarativen Gedächtnisses und Verletzungen im Bereich des Mandelkerns zu Gefühlsarmut führen kann, haben den Neurowissenschaften eine gute Basis für ihr Weiterkommen geliefert.
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Kann man nun den subjektiven Erlebniszustand durch eine neuronale Beschreibung komplett ersetzen, wie dies im Eliminativen Materialismus getan wird?  Lässt sich also sagen, dass Liebe „nichts anderes [ist] als die Ausschüttung der und der Stoffe in den und den Teilen des Gehirns?“ Ist es zulässig den qualitativen Zustand vollständig zu streichen? Nach Roth ist solch eine Position problematisch. Für ihn ist ein reduktionistischer Ansatz dann gerechtfertigt, wenn „ich allein aus der Kenntnis der anatomisch-physiologischen Bedingungen ein bestimmtes Phänomen voraussagen oder zumindest in seinen wesentlichen Zügen erklären kann“. Es ist also für Roth durchaus möglich, aufgrund neurobiologischer Erkenntnisse zu folgern, dass es „innere Zustände“ geben muss, welche von „Außen“ nicht erfassbar wären. Aber ich könnte nichts darüber aussagen, „wie sich diese ‚inneren Zustände’ anfühlen“. Roth spricht damit das Qualia-Problem an.
Diese Fülle von neurolgischen Einsichten wurde gelegentlich als "Neo-Phrenologie" bezeichnet, was eher für Spot und Häme sorgte. Kein ernsthafter und kompetenter Neurobiologe würde zB die syntaktisch-grammatikalische Sprache in das Broca-Areal "setzen" usw.
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Zugleich betont er aber, dass es für Hirnforscher nicht notwendig ist, zu wissen wie sich ein „innere Zustand“ anfühlt, für sie gibt es keine Erklärungslücke. Es genügen nach Roth folgende drei Punkte zu wissen:
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* „Es gibt im Gehirn ‚innere Zustände’, die extern nicht zugänglich sind“
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* „[D]iese ‚inneren Zustände’ sind unabdingbar an extern zugängliche Hirnzustände gebunden“
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* „[D]iese von ‚inneren Zustände’ begleitenden Hirnzustände haben andere Wirkungen […] als diejenigen, die nicht von solchen ‚inneren Zuständen’ begleitet werden.
  
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Zulässig ist es also zu sagen, dass es bestimmte Gehirnprozesse gibt, die verlässlich dazu führen, dass die Person bestimmte Empfindungen hat. Und da es nach Roth legitim ist, von Gehirnentscheidungen zu sprechen (weil objektivierbar) und wenn Willensentscheidungen nicht nur ein Gefühl sind, sondern „ein bestimmtes beobachtbares Verhalten“, dann kann die Hirnforschung sagen, dass es keine Willensfreiheit gibt.
  
==== Wilhelm Wundt ====
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== Mögliche Kategorienfehler - Gründe und Ursachen ==
  
"Viele Philosophen, aber auch manche philosophierende Neurobiologen, nehmen hinsichtlich der Beziehung zwischen Gehirn und Geist/Psyche den Standpunkt des Vaters der experimentellen Psychologie, [http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Wundt Wilhelm Wundt], ein, die behauptet, dass im Bereich einfacher Wahrnehmungsleistungen und motorischer Akte diese Beziehung eng ist, dass aber bei komplexen kognitiven und psychischen Zuständen keine eindeutigen Bezüge zu erkennen sind."
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Zum Schluss behandelt Roth noch den Einwand des vermeintlichen Kategorienfehlers, d.h. die Vermischung von Gründen und Ursachen. Für einen Dualisten ist es nach Roth unproblematisch zu sagen, dass Menschen nach Gründen handeln und Gehirne auf Ursachen reagieren, aber sobald man „davon ausgeht, dass alles Mentale strikt an neuronale Prozesse gebunden ist“, ist diese Position nicht mehr haltbar. Die einzige Möglichkeit wäre, anzunehmen, dass mentale Gründe als nicht-neuronales aus dem neuronalen Geschehen „emergieren“ – dieser „Emergente Dualismus“ hätte nach Roth aber dieselben Schwierigkeiten wie der interaktive Dualismus.
Diese ist eine Position die in der Diskussion um die Willensfreiheit oft vertreten wird, indem man annimmt, dass das "wollende Bewusstsein" einen gewissen Freiheitsraum besitzt, im speziellen wenn es um "wichtige" Entscheidungen geht. --> sh [http://timaios.philo.at/wiki/index.php/Libet_und_die_Folgen_%28FiK%29 Libet-Experimente].
 
Dieser Standpunkt war natürlich nur solange gültig, wie sich methodisch nur die einfachsten Sinnesleistungen und Reaktionen und ihr Bezug zu Bewusstseinsinhalten erforschen ließ. "Er gerät aber dadurch in Schwierigkeiten, dass die Hirnforschung inzwischen zeigen kann, dass auch sehr komplexe kognitive Leistungen, zB Wahrnehmungstäuschungen, aufs Engste mit neuronalen Prozessen in bestimmten Teilen der Großhirnrinde zusammenhängen." Dies wurde ua durch die Kombination von unterschiedlichen ua. bildgebenden Verfahren möglich wie etwa: [http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroenzephalografie Elektroenzephalographie (EEG)], [http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetoenzephalographie Magnetoenzephalographie (MEG)] oder [http://de.wikipedia.org/wiki/FMRI Kernspintomographie (fMRI)]
 
  
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Er bietet zwei Lösungsvorschläge an:
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# Gründe sind die „bewusste Erlebnisform“, der „innere Aspekt“ und Ursachen der „äußere neurophysiologische“ Aspekt beobachtbar von einem Dritten.
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# Gründe dienen als Erklärungsweise für eigene Handlungen, weil wir scheinbar stets in einem Erklärungs- und Legitimationszwang unseres Handels stehen. „Wir handeln aus Ursachen, aber wir erklären dieses Handeln mit Gründen.“
  
==== Willensfreiheit als Konsequenz!? ====
 
  
Das lateralisierte [http://de.wikipedia.org/wiki/Bereitschaftspotenzial Bereitschaftspotenzial] geht dem bewussten Erleben, der bewusst-wahrgenommenen, entschiedenen, Entscheidung voraus, wenn es nach den Erkenntnissen mancher Neurobiologen geht. Der Schluss aus solchen Untersuchungen lautet oft, dass die klassisch-philosophische wie auch alltagspsychologische Aussage "mein Arm und meine Hand haben nach der Kaffeetasse gegriffen, weil ich dies so gewollt habe" nicht richtig ist. Dem subjektiv empfundenen Willensakt geht also ein neuronaler, kausal verursachter Prozess voraus, der eine Art Festlegung zu haben scheint.
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[[Gerhard Roth: Worüber dürfen Hirnforscher reden - und in welcher Weise, Version 18.4.2007 (FiK)]]
: mE findet hier eine Überbewertung bzw. sprachlich falsche Bewertung der Erkenntnisse statt. Nicht das was wir als freien Willen, indem Moment wenn wir ihn empfinden, sondern das was eben diesem vorausgeht, dürfte der "wirkliche freie Wille" sein. Das würde heißen, dass nicht erst die bewusste Wahrnehmung des freien Willens, diesen auch bedeutet, sondern bereits zuvor MIT unserem zutun, der Akt des Empfindens einer freien Entscheidung vorbereitet wird. Irgendwie muss sich das oft zitierte Bereitschaftspotenzial auch aufbauen, und wodurch sollte es zu einer neuronalen Aktivität kommen, wenn nicht durch den "freien Willen" der das BP sich entstehen lässt?
 
  
Trotzdem ist das Entsetzen vieler Philosophen verständlich, denn was würde passieren, und es geschah bereits, wenn ein Schwerverbrecher vor Gericht sagt: "Nicht ich bin es, mein Gehirn ist es gewesen!" und er oder sein Anwalt sich auf die Erkenntnisse der Hirnforschung berufen?
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[[Deutsche Zeitschrift für Philosophie (FiK)]]
  
Und wieder mischen sich hier die Disziplinen, wenn Philosophen und andere Geisteswissenschaftler davor zu Bewahren versuchen, dass Hirnforscher überhaupt Aussagen über moralisch-ethische, philosophische oder juristische Postionen treffen. Als Konsequenz daraus fanden sich Psychiater, Philosophen und Strafrechtler zusammen um über einen "starken" Begriff von Willensfreiheit (Libertarianismus) zu verhandeln. Dieser besteht aus den Annahmen, "dass die Willenshandlung einer Person durch den bewussten Willen und unabhängig von kausal wirkenden Einflüssen bestimmt ist (das Prinzip der mentalen Verursachung), und dass die Person für ihre Handlung deshalb verantwortlich ist, weil sie unter identischen inneren und äußeren Umständen (vor allem in ihrem Gehirn) auch eine andere als die von ihr vollzogene Handlung hätte ausführen können (Alternativismus).
 
: Die sich hier auftuende Frage ist doch aber, ob in einem deterministischen Weltbild hier tatsächlich eine andere Entscheidung hätte getroffen werden können. Der Diskurs in der Philosophy of Mind ist in dieser Frage noch nicht abgeschlossen. Würde man das Beloffsche Gedankenexperiment der Zombie-Welten von 1977, in denen es grob darum ging, dass zwei Welten existieren, die eine mit Bewusstsein, die andere ohne, und die jeweils darin "lebenden" Menschen unmerklich ausgetauscht würden, mit der Diskussion um die Willensfreiheit verfremden entstünden hier vermutlich interessante neue Erkenntnisse. Welche Auswirkung hätte es, wenn sich herausstellen würde, dass das Bewusstsein / Qualia für das Bereitschaftspotenzial von maßgebender Bedeutung ist? Bzw. dass das Reagieren oder Handeln aufgrund der Wahrnehmung der Außenwelt geschieht, und das BP eine Energiespitze der Wahrnehmungsrezeptoren ist!? Demnach würden wir nur Handeln, oder Empfinden, wenn da auch etwas wäre, dass uns dazu veranlasst dies zu tun.
 
Für Gerhard Roth scheint der Satz "nicht das Ich, sondern das Gehirn hat entschieden!" korrekt zu sein, denn "eine Entscheidung treffen" ist der Vorgang, dessen Auftreten objektiv überprüfbar ist. Wenn wir es hingegen mit phänomenalen, intentionalen oder volitionalen Zuständen wie "fühlen", "glauben", "wollen" zu tun haben, deren Ergründung bisher nicht allein aus der Beobachterperspektive heraus möglich war, genauso wenig wie es zu verstehenn ist, etwas zu glauben, zu wollen oder verliebt sein, dann können wir uns heute noch auf keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse berufen. Vielmehr sind wir auf Berichte der Versuchspersonen oder auf unsere eigene Erfahrung (Introspektion, Erste-Person-Perspektive, Inkorrigibilität usw) angewiesen. Obwohl sich natürlich eine Andersartigkeit der Gehirnströme, oder der Hormonausschüttung messen lässt, zB im Falle des Verliebt-seins, so gibt es dennoch keine Forschung die verlässlich diese Zusammenhänge aufzuzeigen imstande ist.
 
  
 
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{{FiK}}
==== radikal-reduktionistischer Materialismus ====
 
 
 
"Ein reduktionistischer Ansatz ist vor allem dann gerechtfertigt, wenn ich allein aus der Kenntnis der anatomisch-physiologischen Bedingungen ein bestimmtes Phänomen voraussagen oder zumindest in seinen wesentlichen Zügen erklären kann (Einstein hat bekanntlich im Rahmen seiner allgemeinen Relativitätstheorie bestimmte Phänomene wie schwarze Löcher oder den Laser vorausgesagt, die erst Jahrzehnte später entdeckt wurden). Aus der Kenntnis bestimmter Eigenschaften der Nervenzellenmembran und ihrer Ionenkanäle kann ich die Eigenschaften des Aktionspotenzials mehr oder weniger vollständig erklären und sogar voraussagen, selbst wenn ich vorher noch nie ein Aktionspotenzial beobachtet habe. Ich könnte eventuell sogar auf Grund einer hinreichenden Kenntnis des zu einem Zeitpunkt vorliegenden strukturellen und funktionalen Zustandes des menschlichen Gehirns und der einwirkenden Sinnesreize das Verhalten eines Menschen vollständig erklären, sofern mir die entsprechenden mathematischen Hilfsmittel zur Verfügung stünden. --> sh [http://de.wikipedia.org/wiki/Laplacescher_D%C3%A4mon Laplacescher Dämon]
 
 
 
 
 
==== Ursachen und Gründe ====
 
 
 
"Hirnprozesse laufen auf Grund bestimmter Ursachen kausal ab, Menschen aber handeln aus Gründen. Anders ausgedrückt: Gehirne reagieren aus Ursachen, Menschen handeln aus Gründen. Der Mensch ist deshalb willensfrei, weil er aus Gründen nicht aus Ursachen handelt." Für einen Dualisten ist diese Auffassung sehr praktikabel, da es hierfür sowohl die stofflich-kausale als auch die mentale Verursachung gleichzeitig geben kann. Handeln aus Gründen ist demnach identisch mit dem Handeln auf Grund mentaler Verursachung, nicht auf Grund neuronaler Prozesse, bei denen es sich um Ursachen handelt. Der emergente Dualismus spricht davon, dass Gründe als etwas explizit Nicht-Neuronales zu betrachten sind, wobei sich die strikte vollständig neuronale Bedingtheit des Mentalen aufbrechen müsste.
 
Laut Roth sind Gründe "bewusste Erlebnisformen" von Gehirnprozessen die Ereignisse darstellen. Danach wären "Gründe", innere erlebte und "Ursachen" die äußeren neurphysiologischen Aspekte eines umfassenden Dritten, das ganz offenbar deterministisch abläuft, uns jedoch grundlegend verschlossen ist.
 
"Wir Menschen stehen in einem Erklärungs- und Legitimationszwang unseres Handelns, der uns bereits in der frühen Kindheit vermittelt wird, und der je nach soziokulturellem Kontext verschieden ausfällt. Daraus folgt:, dass wir zwar aus Ursachen handeln, aber dieses Handeln mit Gründen zu erklären versuchen.
 

Aktuelle Version vom 3. Mai 2007, 07:07 Uhr

02/2004 Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 223-234

Zum Verhältnis von Philosophie und Neurobiologie

Der Neurobiologe Gerhard Roth behandelt in seinem Aufsatz das Grenzverhältnis zwischen Philosophie und kognitiven Neurowissenschaften. Insbesondere geht es ihm darum, was Hirnforscher legitimer weise sagen dürfen, ohne (sprach)philosophische Probleme zu bekommen.

Für ihn stellt sich die philosophische Kritik anhand zweier Punkten dar.

  1. Der „Fundamentalvorwurf“, die Hirnforschung als experimentelle Naturwissenschaft dürfe und könne nichts über philosophische Probleme sagen. Dies gilt als unzulässige Grenzüberschreitung.
  2. Der zweite Kritikpunkt handelt vom „Vorwurf, dass Hirnforscher auf unzulässige Weise das Gehirn zum Subjekt geistiger oder emotionaler Zustände macht.“ Dies wäre ein klassischer Kategoriefehler.

Für Roth stellen diese Einwürfe eine berechtigte Kritik dar, da er auch zugibt, dass die Hirnforschung als relativ junge Wissenschaft noch keine Zeit hatte, eine „grundlegende Methoden- und Begriffskritik“ durchzuführen

Unproblematische Aussagen

Daher stellt sich für ihn die Frage inwiefern die Sprache der Hirnforschung unproblematisch ist. Operiert sie rein auf der Ebene von Nervenzellen (z. B. Membranen, Ionenkanälen) oder spricht sie nur von Gehirnzentren bzw. dem ganzen Gehirn, ohne Kontakte zu geistig-psychischen Funktionen zu schließen, dann ist dies unproblematisch. Roth nennt das einen selbstbeschränkenden bzw. agnostischen Ansatz. Auf dieser Ebene blieb die Hirnforschung aber selten – zeigten sich doch schon früh die Zusammenhänge zwischen Gehirn und perzeptiven, kognitiven, emotionalen oder motorischen Leistungen. So führt er auch die Erkenntnisse von Paul Broca an, welche als Erster die Beobachtung gemacht hat, „dass die Zerstörung in einem Bereich des linken Stirnlappen zu einer typischen Beeinträchtigung des Sprachvermögens führt“ – bekannt als „Broca-Aphasie.“ Roth führt dann auch noch weitere Beispiele an für den Zusammenhang von Psyche und Neurophysiologie (visuelle Agnosie oder dass „Verletzungen im Bereich des Mandelkerns zu Gefühlsarmut bzw. Unfähigkeit, bedrohliche Geschehnisse zu erkennen“ führen). Wobei Roth klarstellt, dass kompetente Neurobiologen niemals sagen würden „die Sprache sitze im Broca-Areal“ oder „die Furcht in der Amygdala“ , sondern, dass „sich im Broca-Areal Netzwerke befinden, die für das Beherrschen von Syntax und Grammatik der menschlichen Sprache unabdingbar sind.

Für Roth ist daher z. B. folgende Aussage vollkommen unproblematisch:“ Eine Verletzung im Bereich des Hippocampus führt dazu, dass ein Patient keine neuen Wissensinhalte mehr lernen kann“ oder „Eine Zerstörung des unteren Stirnhirns führt dazu, dass besonnene und friedliebende Menschen zu rücksichtslosen, unmoralischen Personen werden“. Auch ist es für moderne Hirnforschung möglich mittels MEG, EEG und fMRI zu „untersuchen, was im Gehirn passiert, bevor eine Versuchsperson ein bestimmtes Wahrnehmungserlebnis hat.“ Die Ergebnisse der Experimente zeigen für Roth, dass dem bewussten Erleben notwendig und offenbar auch hinreichend unbewusste neuronale Geschehnisse vorangehen. Interaktionistisch-Dualistische Erklärungsmodelle verlieren daher zwangläufig ihren Anspruch, da die Abhängigkeit des Geistes vom Gehirn evident scheint. Von einer Autonomie des Geistes lässt sich nicht mehr sprechen.

Problematische Aussagen

Wann erreicht man nach Roth eine sprachlich problematische Ebene? Dann, wenn man nach der Funktion des Erlebniszustandes selbst fragt. Denn wenn neuronale Prozesse dem bewussten Willen vorangehen, stellt sich die Frage, welche Rolle der bewusste Entschluss bei dem gesamten Vorgang spielt. Nach einer alltagspsychologischen und klassisch-philosophischen Erklärung, wird der physische Akt deshalb vollzogen, weil ich es will. Da dies aber nicht geht, da der bewusste Wille neuronal determiniert ist, kann er 1. nur ein Epiphänomen sein, ohne kausale Wirkung oder 2. dient er nur einer Selbstzuschreibung der Handlung. In beiden Fällen ist es aber scheinbar legitim zu sagen „Nicht mein bewusster Willensakt, sondern mein Gehirn hat entschieden.“ Der Radikalität solch einer Aussage ist sich Roth natürlich bewusst, verändert es doch unser Menschenbild. Zur Überprüfung dieser Thesen, d.h. dem Verhältnis von bestimmten Hirnzuständen und bestimmten Handlungsweisen, bringt Roth mehre experimentelle Zugänge bzw. Fragestellungen:

  • Folgen auf bestimmte Hirnzustände immer bestimmte Handlungsweisen oder zeigen sich unerklärliche Abweichungen?
  • Bringen transkranielle Magnetsimulationen, Hypnosen u. ä. Personen dazu, etwas zu tun, dass sie dann als von ihnen gewollt bezeichnen?

All die zahlreichen Experimente, die bisher durchgeführt worden sind, bestätigen für Roth die Annahme, „dass innerhalb [cortical] und außerhalb der Großhirnrinde [subcortical (…)] unbewusst ablaufende Prozesse in der Großhirnrinde zu handlungsvorbereitenden Prozessen führen, die ihrerseits das Gefühl ‚ich will das jetzt tun!’ hervorbringen, und dass auf bestimmte corticale Erregungsmuster [das lateralisierte Bereitschaftspotenzial] immer bestimmte Bewegungen folge.“ Zwischen dem Gefühl, etwas zu wollen, und der tatsächlich ausgeführten Handlung besteht demnach keine verursachende Beziehung. Auch zeigen Studien, dass oft Handlungsintenionen bzw. Handlungszuschreibungen erst nachträglich angepasst werden.

Mögliche Denk- und Sprachverbote sind daher unzulässig. Hirnforscher dürfen, sie müssen sogar aufgrund der empirischen Ergebnisse Kommentare zur Willensfreiheit abgeben. Die Frage ist nur, wie sie dies am besten tun sollen. Für Roth ist der Satz „nicht das Ich, sondern das Gehirn hat entschieden!“ korrekt - da Entscheidungen treffen objektiv überprüfbar ist, nach ihm zwar experimentell aufwendig, aber machbar.

Oben getätigte Thesen sind nur gültig, wenn sie experimentell bestätigt worden sind. Daher fallen intentionale Zustände wie glauben, lieben oder fühlen zunächst weg, da bisher klare Ergebnisse fehlen (auch wenn es starke Hinweise für eine neuronale Determiniertheit gibt).

Kann man nun den subjektiven Erlebniszustand durch eine neuronale Beschreibung komplett ersetzen, wie dies im Eliminativen Materialismus getan wird? Lässt sich also sagen, dass Liebe „nichts anderes [ist] als die Ausschüttung der und der Stoffe in den und den Teilen des Gehirns?“ Ist es zulässig den qualitativen Zustand vollständig zu streichen? Nach Roth ist solch eine Position problematisch. Für ihn ist ein reduktionistischer Ansatz dann gerechtfertigt, wenn „ich allein aus der Kenntnis der anatomisch-physiologischen Bedingungen ein bestimmtes Phänomen voraussagen oder zumindest in seinen wesentlichen Zügen erklären kann“. Es ist also für Roth durchaus möglich, aufgrund neurobiologischer Erkenntnisse zu folgern, dass es „innere Zustände“ geben muss, welche von „Außen“ nicht erfassbar wären. Aber ich könnte nichts darüber aussagen, „wie sich diese ‚inneren Zustände’ anfühlen“. Roth spricht damit das Qualia-Problem an. Zugleich betont er aber, dass es für Hirnforscher nicht notwendig ist, zu wissen wie sich ein „innere Zustand“ anfühlt, für sie gibt es keine Erklärungslücke. Es genügen nach Roth folgende drei Punkte zu wissen:

  • „Es gibt im Gehirn ‚innere Zustände’, die extern nicht zugänglich sind“
  • „[D]iese ‚inneren Zustände’ sind unabdingbar an extern zugängliche Hirnzustände gebunden“
  • „[D]iese von ‚inneren Zustände’ begleitenden Hirnzustände haben andere Wirkungen […] als diejenigen, die nicht von solchen ‚inneren Zuständen’ begleitet werden.“

Zulässig ist es also zu sagen, dass es bestimmte Gehirnprozesse gibt, die verlässlich dazu führen, dass die Person bestimmte Empfindungen hat. Und da es nach Roth legitim ist, von Gehirnentscheidungen zu sprechen (weil objektivierbar) und wenn Willensentscheidungen nicht nur ein Gefühl sind, sondern „ein bestimmtes beobachtbares Verhalten“, dann kann die Hirnforschung sagen, dass es keine Willensfreiheit gibt.

Mögliche Kategorienfehler - Gründe und Ursachen

Zum Schluss behandelt Roth noch den Einwand des vermeintlichen Kategorienfehlers, d.h. die Vermischung von Gründen und Ursachen. Für einen Dualisten ist es nach Roth unproblematisch zu sagen, dass Menschen nach Gründen handeln und Gehirne auf Ursachen reagieren, aber sobald man „davon ausgeht, dass alles Mentale strikt an neuronale Prozesse gebunden ist“, ist diese Position nicht mehr haltbar. Die einzige Möglichkeit wäre, anzunehmen, dass mentale Gründe als nicht-neuronales aus dem neuronalen Geschehen „emergieren“ – dieser „Emergente Dualismus“ hätte nach Roth aber dieselben Schwierigkeiten wie der interaktive Dualismus.

Er bietet zwei Lösungsvorschläge an:

  1. Gründe sind die „bewusste Erlebnisform“, der „innere Aspekt“ und Ursachen der „äußere neurophysiologische“ Aspekt beobachtbar von einem Dritten.
  2. Gründe dienen als Erklärungsweise für eigene Handlungen, weil wir scheinbar stets in einem Erklärungs- und Legitimationszwang unseres Handels stehen. „Wir handeln aus Ursachen, aber wir erklären dieses Handeln mit Gründen.“


Gerhard Roth: Worüber dürfen Hirnforscher reden - und in welcher Weise, Version 18.4.2007 (FiK)

Deutsche Zeitschrift für Philosophie (FiK)


<root><br /> <h level="2" i="1">== Kontext ==</h>

Freiheit im Kopf (Seminar Hrachovec, 2006/07)

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