Diskussion:Parmenides (IH)

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Version vom 16. April 2010, 05:55 Uhr von Andyk (Diskussion | Beiträge) (nehmen wir bisser kein analytisches Urteil.)
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Negation vs. Entzug

Bezüglich Apophase bzw Negation habe ich eine Anmerkung/Frage in Zusammenhang eines Textes von Francois Fédier: „Peri Hermênéias ou De Interpretatione“, in: Interprétations. Paris: PUF 1985, 15-88 Er übersetzt die ersten Passagen von Aristoteles' De Interpretatione. Das folgende bringt er in Auseinandersetzung mit dem Wort Apophasis, das oft mit Negation übersetzt wird, zur Sprache:

"Das Wort „Negation“ ist besonders ungeeignet apophasis zu übersetzen. Negation, das bedeutet „nein“ zu sagen oder sagen, was nicht ist, während die Apophase nichts Negatives an sich hat. Wie immer im Griechischen muss man größte Vorsicht walten lassen, wenn man einem Wort oder einer Aussage begegnet, welche als „negativ“-weiterbestimmt interpretiert wird. Apo-phase, das ist die Phasis, jenes Sagen (parole) (phemi, lateinisch fari), welches etwas sagt im Entzug. Zum Beispiel wenn ich sage: „Der Himmel ist nicht blau“, versteht der Grieche nicht: „Ich verneine vom Himmel, dass er blau ist“, sondern: „Ich sage den Himmel an sich im Entzug der Bläue“. Dieses Sagen, welches entzieht, ist nicht negativ; es ergibt/setzt (poser) zuerst das, wovon etwas entzogen wird, danach das, was entzogen wird. Bemerken wir, dass die Negation selbst in aller Strenge die Apophase als ihren Träger voraussetzt."

Im Anschluss an die doppelte Funktion der Negation, die auf der Wiki-Seite angesprochen wird: Spricht Fédier hier davon, dass Negation ein Widersprechen einer Behauptung ist, und die Apophase das Absprechen, wo ich zwar noch etwas positives sage/setze (also eine Behauptung mache), jedoch im Entzug eines Prädikats?

  • "Der Ball ist nicht blau."
  • "Der Ball ist blau." <-- Nein!

--Andyk 05:50, 16. Apr. 2010 (UTC)