Diskussion:12. Jänner 2011

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Etwas zum Wechsel von Klitoris auf Vagina: Ich sehe nämlich keinen Grund für einen solchen Schritt – wäre es nicht besser, wenn dann, es als Erweiterung zu sehen? Eine Erweiterung die dann schlussendlich die Vulva als Ganze umfasst/besetzt? Weil - wozu nur das einer oder das andere?

Parallel stellte sich mir oft die Frage nach der Bedeutung von Penis – und – Hoden. Wörtlich genommen betrifft eine Kastration nämlich doch das Abtrennen der Hoden?! Und ganz blöd gefragt – warum beim Knaben kein Wechsel von Penis auf Hoden beispielsweise?


Das Internet bietet u.a. zum Thema das an, als ein Beispiel kommt Abaelards, seine „Entmannung“ und damit folgende ' Entnamung ':“Nach Abaelards gewaltsamer Kastration sprach ein Gegner ihm das Recht ab, den Vornamen Petrus zu tragen, da dieser ein männlicher Name sei, er aber als ein imperfectus Petrus, das heißt als früherer bzw. nicht vollständiger Petrus, kein richtiger Mann mehr sei.“ Es folgt ein quasi Organwechsel, „Er ersetzte das körperliche Organ durch den männlich konnotierten Geist … Die Zunge wurde zum Träger der Männlichkeit und ersetzte den Penis.“


Andererseits gibt es scheinbar einige Mythen – in denen ein Penis einbalsamiert aufbewahrt wird, da eben genau der Penis nicht wieder beleb-bar sei – auf googlebooks findet sich Otto Rank – Psychoanalytische Beiträge zur Mythenforschung S.64f (Osirismythos)


Also beide 'Organteile' scheinen in verschiedenen Hinsichten verschiedene Relevanz zu haben – also unterschiedliche Bedeutungen/ variierende Bedeutungsschwerpunkte. Also so eine Art doch nicht ganz so 'erhellter Kontinent' ?


In dem Zitat von L.Irigaray kann man den Eindruck gewinnen, dass sie in einzelnen Teilen eigentlich etwas beschreibt, was eher in Teile der 'Domäne der Männer', genaugenommen das Konkurrieren „Schwanzvergleich“ in Größe und Ausdauer und und und, gehört? → „..der narzißtischer ist aufgrund seiner Minderwertigkeit seiner Genitalorgane … Neidischer und eifersüchtiger, weil er weniger gut ausgestattet ist“. Also eine Art andauernde Angst des nicht 'ausreichend' seins - vlt als nicht überwältigte Kastrationsangst. Ein weiterer Aspekt, der interessant sein könnte ist der der Masturbation, Männer sehen sich dabei tatsächlich 'zu' – also können dies, Frauen weniger, oder nicht in der selben Selbstverständlichkeit. Was eine Art phallisches konstituiert sein (auf den männlichen Körper bezogen) stärkt oder unterstreicht und ebenso auf den weiblichen Körper bezogen?!


So oder so – ich denke, dass die körperliche Beschaffenheit, völlig irrelevant wie – Auswirkungen hat und diese ziehen sich quasi durchs ganze Leben, ein Fehlschluss oder ein falsch eingeschlagener Weg ist meiner Meinung nach der, dass am Geschlecht(steil) Positionen haften. Eine (vermeintliche) Linie von Vagina zu Frau und eine Linie vom Penis zu Mann. Das wäre aber denke ich – nur eine alltägliche – gesellschaftliche 'Handhabung' – somit aber die Übliche. Eigentlich doch irgendwie so, wie sich Menschen in ihrem (Spiegel/Foto/Film/..)Bild sehen, also sich sehen.

Schlussendlich könnte es – nun der Versuch in die psychoanalytische Theorie zu gehen – in gewisser Weise um Haben/nicht Haben (in Bezug auf) gehen, tiefer vielleicht (auch) um An- und Abwesenheit und letztens-schlussendlich um den Umgang damit, welcher nichts mehr mit 'Punkt am Körper' zu tun hat, denn diesem wäre an dem Moment die 'alltägliche' Bedeutung entzogen. Andererseits steht ein Subjekt nicht nur mit sich in einer Welt sondern eben mit anderen in einem 'Alltag' – daher wiederum kann man Freud vlt doch 'annehmen', da es ja in der Gesellschaft nach wie vor so ist, dass ein Mensch als Mann so und so sein solle und als Frau so und so. Noch kurz passenderweise das

CoS 22:32, 12. Jan. 2012 (CET)