Benutzer Diskussion:Andyka/Über Spiele und Ernst

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Es gibt Regeln, nach denen wir uns bewusst oder unbewusst verhalten. Praktiken und Konventionen.


Es gehört sich nicht, eine Einladung zu akzeptieren und dann nicht zu erscheinen. Wenn man zusagt, muss man erscheinen: Das ist eine Konvention. Bei Nicht-Einhalten kann man sich auf sie berufen, und einen Grund angeben, warum man verärgert ist, warum bestimmte Entscheidungen ohne jemanden getroffen wurden, etc. Dementsprechend organisieren wir unsere Handlungen rund um einer Menge an Konventionen.


Die Praktiken jedoch, die das Verhalten vorzeichnen, sind schwerer auszusprechen. Sie verstecken sich gut. Zumeist gewinnen sie ihre Wirkkraft dadurch, dass man nicht über sie spricht. Die Chefin muss nicht aussprechen: "Ich bin deine Chefin.". Es zeigt sich aus dem Verhalten einer Gruppe. Wer spricht? An wen richtet man das Wort und seine Blicke? Wer kann ungestraft Leuten ins Wort fallen?


Beide, Konvention und Praxis, regeln einen sozialen Zusammenhang. Wie ist nun das Verhältnis zwischen Konvention und Praxis? Kann alle Praxis in Konvention aufgeklärt werden? Ja, siehe Schach. Es gelingt, weil man, während dem Explizieren, eine Distanz zur Situation hat, die den Handlungsspielraum strukturiert. Man kann entkommen, neben dem Schach spielen ein Glas Wasser trinken. Dass man ein Glas Wasser trinkt oder eine Konversation über Politik führt, sind keine zulässigen Spielzüge im Schachspiel. Sind das überhaupt Spielzüge?


Beim Schach lassen sich die zulässigen Züge aufzählen und klar definieren, basierend auf einem Set von Regeln. Es lässt sich außerdem die Spielfigur zu jedem Zeitpunkt klar positionieren. Und auch das Spielziel.


Zwei wichtige Randpunkte im Dialog sind (1) die Irritation und (2) die Feststellung:

  • (1) Ich kann mich fragen, aus Neugierde, wie es dazu kommt, dass (zwei) Menschen sich auf gemeinsame Spielregeln verständigen/einspielen können. "Könnte das nicht eine große Täuschung sein?", fragt der Skeptiker. Ein Irrtum, dem wir (beide) unterliegen, indem wir annehmen, dass sich die Basis für unser Gespräch von selbst versteht. "Schau her, ich zeige es dir.", setzt er fort und findet überall ein Missverständnis. "Ist es nicht ein Wunder", sagt der Neugierige, "wie wir (beide) es schaffen, uns, ohne dass wir für jede Handlung einem Regelbuch folgen müssten, über etwas austauschen und einigen können.", und er findet, wie weit man doch mit dieser Annahme, dass uns der andere schon versteht, kommt. So, dass auch die Missverständnisse in die man gerät, nach einiger Zeit geklärt werden können. "Und so wurschtelt man sich durch", antwortet der Skeptiker. "Wir brauchen eine gründliche Fundierung."
  • (2) Basierend auf der Irritation halten wir fest, dass man im Dunkeln startet, das heißt in einem Bereich, der strukturiert oder unstrukturiert sein mag, je nachdem, ob man eher neugierig nach einer versteckten Struktur ist, oder einen Verdacht der Absenz von Struktur hegt. Jedenfalls hat man sich nicht vorab geeinigt auf alle zulässigen Züge. Das ist nicht etwas, das man versäumt hat, denn in welchem Bereich würde man dies tun? Und welchen Regeln würde man dort folgen?


Es gibt neben der neugierigen und der skeptischen Auffassung noch die konstruktive. Demnach entsteht der Bereich im/während dem Gespräch. Er ist nicht - von woher auch immer - gegeben. Die Frage, von wo der dunkle Bereich kommt, ist nicht anwendbar. Es geht darum, dass durch die Gespräche implizit ein Feld entsteht, das man in den meisten Gesprächen gar nicht beachtet, weil man auf das Gesprächsthema fokusiert ist, doch durch Irritationen kann man auf diesen Bereich aufmerksam werden und ihn austesten.


Sind die Schlussfolgerungen, zu denen man bei diesen Tests kommt, gültig für alle Gespräche? Oder formt sich der Bereich - abhängig von den gestellten Fragen? Gibt es vielleicht ein Set von "richtigen Fragen" oder auch transzendentalen Fragen? Das wären Grenzfragen, die eine Abstraktion von jedem beliebigen Gespräch anzielen. Die Fragen finden nur insoweit in einem Gespräch statt, um herauszufinden, wie Gespräche funktionieren, d.h. wie der dunkle Bereich beschaffen ist.


Die Idee der transzendentalen Fragen kann durch eine weitere herausgefordert werden: Je mehr sich das Gespräch von anderen, alltäglichen, Gesprächen unterscheidet, desto weniger kann es etwas über die Struktur des Dunklen erfahren. Denn das Gespräch selbst steht in einem wechselseitigen Verhältnis zum ihn strukturierenden Feld.


Zwei Grundtendenzen wurden besprochen: Eine, die davon ausgeht, dass das Dunkle durch unsere Strukturierungsfähigkeiten zur Ordnung gebracht werden muss. Eine andere, die annimmt, dass das Dunkle strukturiert ist, wir es nicht sehen, jedoch mit Erfahrung und Sprachbausteinen dem Dunklen ihr Geheimnis entlocken können. Dann eine dritte, mobile, die davon ausgeht, dass die Struktur während dem Gehen entsteht und sich verändert. Es nützt nichts, so die Dritte, den Ursprung dieses Bereichs zu suchen: "Wir starten hier. Alles was uns während dem Gespräch an Rahmenbedingungen auffällt, notieren wir." Und obwohl das Dunkle nicht dazu da ist, ganz aufgeklärt zu werden, macht es einen Unterschied, wenn man das, was sich jeweils zeigt, mit den Erfahrungen im Dunklen konfrontiert. Das geht durch Sprache: Das Gezeigte beschreiben, das Beschriebene einsetzen, um das Dunkle zu durchwandern und Orientierung zu gewinnen. Durch die Wanderung Konventionen erneuern, und Praktiken beeinflussen.


Ein Streifzug durchs Wiki und der Spieltrieb haben uns hierher geführt. Eine Korrektur führt zu einem überraschenden Kommentar, ein Kommentar zu einem anderen (diesen). Und parallel der Versuch von jemanden, das Zeitliche (eines Textes) zu segnen.

Ich möchte das Beispiel der "Truman Show" („Trueman show“ war wohl gar zu offensichtlich --anna (Diskussion) 10:37, 27. Nov. 2014 (CET)) ein anderes ergänzen, das Namenspatron für die Perspektive des „in-derHöhle-Bleibens“ sein könnte:
Ein Jahr nachdem die „Truman show“ erschienen ist, kam ein anderer amerikanischer Spielfilm in die Kinos, dessen Narrativ dem der „Truman show“ ähnelt, aber völlig anders aufgezogen ist. Der Film heißt „EdTv“.
Hier die Synopsis aus der Wikipedia:
EDtv starts off with the television channel True TV commencing interviews for a TV show that shows a normal person's life 24/7. This idea was thought up by a TV producer named Cynthia (Ellen DeGeneres). They interview Ed Pekurny (Matthew McConaughey) and his brother, Ray (Woody Harrelson). When the producers see the interview Cynthia decides to use Ed and interviews only Ed. So now they start airing the show, which they call Ed TV. The show is a total failure at first, as only boring things happen [Hervorh.: Euphon] and the main producers want to pull the plug, except for Cynthia.
However, Ed TV suddenly gets interesting on Day 3 when Ed visits Ray. Ed (along with the cameramen) discovers that Ray is cheating on his girlfriend Shari (Jenna Elfman). Ed then visits Shari to apologize to her for Ray's actions. Shari is very drunk and starts insulting Ray, by talking to the camera. She makes everyone laugh and gasp by saying "Ray was a bad lay." Ed tries to comfort Shari, and he reveals he has feelings for her. She then reveals she has feelings for Ed as well. They slowly move their faces closer and finally kiss each other. Ed then locks out the camera crew and proceeds to passionately kiss Shari for a while. Ed TV suddenly becomes extremely popular. On Cynthia's insistence, Ed starts a relationship with Shari, which is short lived as Ed grows more interested in staying on TV and Shari is abused by viewers who find her unappealing.
Ed then goes on The Tonight Show with Jay Leno and meets beautiful model/actress Jill (Elizabeth Hurley) who takes a liking to Ed. Ed then visits Shari and she tells Ed that she does not want to be with him until the Show stops airing. She then leaves town. Ed goes to the park with Ray and some friends to play football when Jill comes to talk to him, because Cynthia brought her in to earn more ratings. She invites Ed to dinner at her house. When he arrives at Jill's house, there is a massive crowd. They have a small talk, and then they kiss on top of a table. They are about to have sex, but then Ed falls off the table and squishes Jill's cat. Ed never sees Jill again.
Ed's father (Dennis Hopper), who abandoned his family when Ed was 13, unexpectedly visits Ed and informs him that he left because Ed's mother was having an affair with Ed's current stepfather, Al (Martin Landau). Ed is furious with his mother and argues with her. Next, Ed gets a phone call telling him to come to the hospital. The doctor says that his father is dead and that he died making love to his wife. Ed thinks this means Al, but it actually is his real father and that Ed's mother was cheating on Al.
After the funeral, Ed becomes disheartened by the fact that the producers want him to stay on longer and that he cannot do anything to change their minds or he would be in breach of his contract [Hervorh.: Euphon]. Ed is depressed until he catches a glimpse of Shari (in disguise wearing a wig and sunglasses). He chases her for a long time until she stops in the women's bathroom in a movie theater. She says she is staying with her brother as it is his birthday and she just wanted to see Ed. Ed vows to find a way to end the show to be with Shari. When Ed exits, one camera man stays with Shari saying that it is the producers' new idea. The main camera man tells him that all his family are being filmed, but they show the most interesting person.
Ed gets an idea on how to stop the main producer from showing the show [Hervorh.: Uphon]: he says that he will give $10,000 to the person who can give him the best amount of "dirt" on the producers and that he will announce it live, with the desired result being they stop airing the show before he can make the announcement. As Cynthia feels sorry for Ed, she tells him a secret of the main producer. Ed announces the secret (that the man has to pump a liquid into his penis to get an erection) but before he can announce who it is they stop airing the show.
After the camera crew finally leaves Ed's apartment, he and Shari renew their relationship and celebrate the fact that TV news panelists predict Ed will be forgotten in a short period of time.
Der Unterschied zwischen Ed und Trueman besteht darin, dass für Trueman eine Welt gebaut wurde, während Ed sich in einer Welt aufhält, die „reale“ genannt wird. Beide werden bei ihrem Tun gefilmt.
Truman-Perspektive: Die Welt von Truman, ein riesiges Filmstudio in Kuppelform, wird „erzeugt“ von einem Regisseur, der auf Knopfdruck das setting, in dem sich Truman aufhält, verändern kann. Das lässt sich mit einer „Gottperspektive“ vergleichen, die der Regisseur hier einnimmt. Wenn Truman die „richtigen“ (also die Einschaltquoten hebende) Handlungsorientierungen zeigt, dann wird er durch ein „konfliktfreies“ Leben belohnt und wenn er diese Handlungsorientierungen nicht zeigt, dann wird ihm der Weg abgeschnitten oder ein sonstiges Hindernis in die Bahn gelegt, um ihn wider „auf den richtigen Weg“ zurück zu bringen. Als Truman „realisiert“, dass mit dieser Welt irgendetwas nicht stimmt, macht er sich daran, eine ihm von Kindesbeinen an eingetrichterte Angst abzulegen und wird am Ende damit belohnt, dass er in die „wirkliche Welt“ darf. Wie ein Lehrer spricht der Regisseur am Schluss dem Schüler Truman ins Gewissen und sagt ihm, dass die „reale Welt“ nichts mit der Welt zu tun habe, in der sich sein Leben lang befunden hat, da dort alles unberechenbar, verwirrend und gefährlich sei, während in der Kuppel alles geregelt ablaufe.
Interpretation: Der Regisseur ist nicht wirklich der „Erschaffer“ der Welt, er ist auf viele Arbeiter und Sachverständige, Vermittler, welche die Kuppel entwarfen und bauten, angewiesen und zudem auf andere Akteure, die sich um den reibungslosen Vorgang der Abläufe in der künstlichen Welt kümmern. Diese Sachverständigen kommen aus der „realen Welt“, die Kuppel steht in der „realen Welt“, von der sie Material, Lebensmittel, Energie, usw. bezieht.
Hier ein alter indischer Sinnspruch „Der Weise hat Schuhe erfunden um nicht die ganze Welt mit Leder bedecken zu müssen.“ Im Fall der „Truman show“ wurden keine Schuhe erfunden, sondern es wurde der Versuch unternommen, die Welt mit Leder zu bedecken. Diese Welt ist von Truman ist eine konkave Welt, eine Kuppel, deren Horizont sich selbst abschließt. Demgegenüber ist die Welt von „Ed“ eine konvexe, also im Endeffekt: kugelförmige Welt.
Die Welt von Ed ist dieselbe – es sind zwar verschiedene „Filmwelten“; gemeint ist: eine Welt außerhalb der Kuppel, eine konvexe Welt -, wie die der Kuppelarbeiter und Instandhalter in der Truemanwelt, der konkaven. Für Ed wurde keine Welt konstruiert, ihm wurden Schuhe angezogen und die Kamera folgt ihm (manchmal nur mühsam), anstatt eine Konstruktion einzurichten, die immer schon weiß, wo er sein wird, so wie es bei der „Trueman show“ der Fall ist.
„EdTv“ ist der weniger beachtete Film, wohl weil er keine bombastische Inszenierung zeigt, sondern das banale Leben der Welt von Ed. Die Prämisse scheint weniger ansprechend zu sein, einem Menschen, der ist wie jeder andere, einfach zu folgen. Anfangs waren ja sogar die fingierten Produzenten der Fernsehserie davon überzeugt, dass eine solche show niemanden interessieren würde. Es reichte aber die Beharrlichkeit von der Produzentin, die auf die Idee der Sendung kam, um es doch zu versuchen, was schlussendlich von einem riesigen Erfolg gekrönt wurde (zumindest im Film).
Was ist in beiden Fällen (Truman/Ed) gleich? Ein Protagonist und eine Kamera. Die restliche Inszenierung unterscheidet sich sehr. Der Protagonist sei der „Schüler“ und die Kamera der „Lehrer“. Wir gelangen zu zwei Sichtweisen, die sich auf den ersten Blick unterscheiden, die allerdings im Endeffekt das gleiche Ziel haben: den Protagonisten zu einer Bereicherung der Gesellschaft zu machen (indem er die Menschen dazu bringt, ihm zuzusehen). Die Art wie der „Lehrer“ (die Kamera als Substitut für die Zuschauer, die Produzenten, die Geldgeber, usw.) jeweils mit seinem „Schüler“ umgeht:
Der Lehrer kennt die Welt von Truman, weil er sie konstruiert hat. Macht der Akteur Truman etwas „Überraschendes“, dann kann der Lehrer darauf reagieren, allerdings erfordert das einen hohen Material- und Personaleinsatz (Schulgebäude nebst Wartungspersonal, Lehrer und ihre Ausbildung, ein politisch instantiiertes Schulsystem, das die Lernenden „erfasst“, usw.)
Der Lehrer kennt die Welt von Ed, weil er selbst darin lebt. Deswegen kennt er die Welt nicht besser oder weniger als Ed, er muss nur wissen, wie er ihm in der Welt folgen kann; das ist der Vorsprung der Kamera. Ed kann versuchen, die Kamera zu überlisten, wenn er schlau genug ist. Allerdings ist diese Art der „Schläue“ weniger gewünscht als andere Arten der Interaktion.
Während Truman erst herausfinden muss, wo er sich befindet, weiß dies Ed von Anfang an. Übertragen auf das Verhältnis: Lehrer/Schüler zeigt sich hier, dass Trumans Welt eine der „Regelerhaltung“ ist, eine „deduktive Welt“, in der es ein bestimmtes Ziel gibt (das „richtige Verhalten“ in der Welt), während Eds Welt eine der „Regelfindung“, eine hypothetisch-induktive Welt, ist, in der es kein „richtiges Verhalten“ von Vorneherein gibt, sondern nur ein Reagieren auf das, was begegnet, das nur provisorisch im Vorhinein prästabiliert werden kann.
In Trumans Welt hat es der Lehrer hauptsächlich damit zu tun, der bombastischen Konstruktion gemäß zu agieren, so, dass Truman den „richtigen Handlungsorientierungen“ entsprechen kann. – Handlungsorientierungen, die ihm allerdings in der „realen Welt“ nicht viel mehr bringen, als dass er sich überhaupt in der räumlichen und zeitlichen Situation der Welt zurechtfinden kann und die Werkzeuge hat, die (ungewissen) Regeln zu erfahren und zu verändern.
In Eds Welt hat es der Lehrer hauptsächlich mit der Mühsal zu tun, dem Schüler zu folgen, also ihm in der jeweiligen Situation, die nur bis zu einem gewissen Grad vorher gekannt werden kann, wenigstens ein paar Schritte voraus zu sein, damit er immer dort sein kann, wo Ed sich hinbewegt.
In manchen Situationen hat die Kamera (Lehrer) also die Möglichkeiten der „Truman show“, allerdings nicht derart „global“ angelegt, sondern in viel kleinerem Rahmen. In manchen Fällen hat die Kamera „nur“ die Möglichkeiten von EdTv, mit zumindest grob vorgegebenen (trajektorischen) Rahmenbedingungen für die Welt, in der sich der Protagonist (Lernerin) bewegt.
Was ich damit sagen möchte ist, dass es kein entweder/oder gibt, sondern dass Elemente von der „Truman show“ auch in „EdTv“ enthalten sind, das Verhalten in der konkaven Welt überschneidende Vektoren mit der konvexen Welt hat.
Wird Ed in die Kuppel gesteckt, dann wird er nicht den Vorstellungen des Regisseurs gemäß agieren, denn die „Jungfräulichkeit des Wissens“, die mit Mühe für Trueman aufrecht erhalten wird, hat Ed schon verloren, bevor er in die Kuppel geht. Wird Trueman in die Welt von Ed gesteckt, dann wird Trueman bald zu einem „Ed“. – Ein Truman lässt sich, nach einer gewissen Zeit, in einen Ed verwandeln, aber ein Ed sich nicht in einen Truman. Es scheint, dass das „analoge Bildungssystem“ aber eher an einem Truman, als an einem Ed interessiert ist.
Was bedeutet diese Gegenüberstellung für das Verhältnis: „analoge Bildung“/datenbankmäßige Bildung (z. B. eLearning)? Solange das eLearning angelegt ist wie eine Truman-Umgebung, wird sie auch nur Trumans erzeugen, die auf die Ed-Umgebung nur bedingt vorbereitet werden. Diese Trumans sind darin zwar überlebensfähig, haben auch bestimmte Fertigkeiten (Autofahren, Kochen, ein Baumhaus bauen, usw.; respektive: Lesen, Schreiben, Rechnen, usw.) und Wissen (was ist ein Rad? Respektive: was ist ein Zirkel?) entwickelt, sind aber nur ungenügend auf die Widrigkeiten der Ed-Welt vorbereitet. Wird eLearning allerdings wie eine Ed-Welt aufgezogen, dann geschieht die Vorbereitung auf die Welt, egal ob sie von Trumans oder von Eds bevölkert wird. Dafür ist die Umsetzung einer solchen Ed-Umgebung auch eine ganz andere Herausforderung...
Entsprechen zum Beispiel MOOC`s eher einer Ed- oder einer Truman-Welt?
Zusatzfrage: Wenn Ed (unklusive Kamerateam) bei Truman vorbeischaut, ihn auf einen Abstecher besuchen kommt, würde Truman etwas "auffallen"?

--Euphon (Diskussion) 12:22, 26. Nov. 2014 (CET)