Benutzer:Andyk/Badiou/retrospective: Unterschied zwischen den Versionen

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Tags: Mathem, Lacan
 
Tags: Mathem, Lacan
  
== Das Prinzip der wohlwollenden Interpretation und ihre Grenzen ==
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== Das Prinzip der wohlwollenden Interpretation und seine Grenzen ==
 
Artikel: [http://phaidon.philo.at/qu/?p=1058 "The Matheme of the Event"] (2012/Feb/22)
 
Artikel: [http://phaidon.philo.at/qu/?p=1058 "The Matheme of the Event"] (2012/Feb/22)
  

Version vom 18. Juli 2012, 22:19 Uhr

Badiou (be)schreiben - ein Rückblick

Zum (Wieder)-Einstieg findet sich unten ein Abriss über eine Reihe von Auseinandersetzungen zu Badiou vermittels Blog-Einträgen und Diskussionen.

Demokratie und die Verständigung über einen Punkt. (In: Wofür steht der Name Sarkozy?)

Artikel: "Mission und Dialog in Europa, andersrum" (2008/Dez)

Tags: Politik, Mainstream-Demokratie, Mission, Verständigung

  • Badiou stellt die Sinnhaftigkeit des Gangs zur Wahlurne in Frage.
  • Wie soll der Trubel um Spitzenkandidaten zur Verständigung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in einem Punkt beitragen?
  • Wie trägt Badiou's Polemik dazu bei?

Wahrheit ohne Allgemeinheit?

Artikel: "Badiou. Die Wahrheit als Ereignis" (2009/Nov)

Tags: Wahrheit, Ereignis, Subjekt-Typen

  • Meine ersten Badiou-Impressionen nach einer Vorlesung von Peter Zeillinger "Das Subjekt nach dem ‘Tod des Subjekts’" drehen sich um die Spannung zwischen Ontologie als Mengenlehre und Philosophie mit ihrem Mandat, Ontologie auszubuchstabieren, davon abzugrenzen und für sich selbst eine Rolle zu finden.
  • Das Ereignis ist ein Bruch mit einer inkorporierten Ordnung, mit der Struktur einer bestehenden Situation, d.h. einem Teil der Realität.
  • Wie hängt Wahrheit mit dem Bekenntnis zu einem Ereignis zusammen?
  • Wie konstituieren sich drei Typen von Subjekten je nach Bezug zum Ereignis?
  • Wie kann jemand falsch aussagen, wenn Wahrheit auf einem Bekenntnis, also eigentlich einem festen Glauben, beruht?

“das Sein” versus “dass [... <sein> ...]“

Artikel: "Tempel kaputt?" (2011/Mär)

Tags: Parmenides, Sein, Einheit, Mannigfaltigkeit

  • Dieser Beitrag markiert den Beginn des Badiou-Lesekreises. Badiou und Herbert beginnen mit Parmenides.
  • Badiou beginnt mit einer traditionellen, abgeschliffenen Interpretation von Parmenides, in der ein Unterschied zwischen dem einen Sein und dem vielfältigen Seienden gemacht wird.
  • Es gibt andere, zeitgenössische Lesearten zu Parmenides, in der es um Satzgehalte und nicht um ein leicht mit einer Entität zu verwechselndes Sein geht.

"Make me one with everything."

Artikel: "so und so" (2011/Apr)

Tags: Zählung-als-Eins, Axiomatik, Ontologie

  • An einer einfachen, aus dem Kontext gerissenen Aussage "US soldier killed for sport" lässt sich zeigen, dass wir wie von selbst von inkonsistenten Mannigfaltigkeiten zu stabilen Strukturen gehen.
  • Warum kommt es gerade zu dieser Struktur, etwa dass wir "killed" als aktives oder passives Verb verstehen?
  • Mittlerweile, dank der vermehrten Berichte von US-Soldaten in Afghanistan hat sich die Assoziation wahrscheinlich gegenüber der im Blog-Eintrag beschriebenen schon verschoben.
  • Den Prozess kann man Seinspräsentation, oder wenn man auf "das Sein" nicht gut zu sprechen ist, sich-präsentieren, nennen.
  • Es wird in diesem Fall schwer fallen, zur Beschreibung des Übergangs von inkonsistenter Mannigfaltigkeit zu stabiler Situation eine Axiomatik wie die der Zermelo-Fraenkel-Axiome anzusetzen, so wie Badiou das in "Sein und Ereignis" tut.
  • Mit einer hingestellten Aussage in einem leicht veränderten Kontext lassen sich auch Witze machen, siehe dieser Zen-Meister-Witz:

The Zen Master is visiting New York City from Tibet. He goes up to a hotdog vendor and says, "Make me one with everything."

The hot dog vendor fixes a hot dog and hands it to the Zen Master, who pays with a $20 bill.

The vendor puts the bill in the cash box and closes it. "Where's my change?" asks the Zen Master.

The vendor responds, "Change must come from within."

Das Inkonsistenz-Indiz

Artikel: "Der phantomhafte Rest" (2011/Mai)

Tags: Zählung-als-Eins, Situation

  • Ontologie ist die Lehre von der Mechanik der Präsentation des Seins - bzw. Mechanik des Sich-Präsentierens
  • Ein phantomhafter Rest wandelt unter uns und hilft uns bei der Rekonstruktion der Gesetze der Präsentation
  • Blind SQL-Injection ist eine Strategie von Hackern und Sicherheitsexperten, um auf Basis von indirekten Antworten auf die Struktur und den Inhalt einer zugrunde liegenden Datenbank zu schließen, obwohl die Antworten keine Information darüber enthalten. Eine an den Antwortmodus angepasste Anfrage erlaubt (partielle) Rekonstruktion... und Manipulation.

Now it seems nothing is everything

Artikel: "Das Schlüsselwort Void – Prolog" (2011/Jun)

Tags: Leere, Überschuss

  • Die Leere ist eine Nahtstelle zwischen präsentiert-strukturierter Situation und ihrem Überschuss...
  • ... oder: Wenn wir etwas anreißen brauchen wir die Leerstelle um zum Aufgerissenen zu kommen.

Sein ohne Seiendes (als Seiendes). Oder: der Joker

Artikel: ["http://phaidon.philo.at/qu/?p=939 Die Präsentation der Präsentation"] (2011/Jun)

Tags: Ontologie

accept or reject?

Artikel: "Sowohl als auch" (2012/Feb/14)

Tags: Debatten

  • Der Artikel ist ein erster Kommentar auf die Badiou-Nirenberg-Debatte, die eine Reihe weiterer Artikel zum Thema Verstehen, über Badious Umgang mit Kritikern sowie seinen Umgang mit Formalismen.
  • Verständigungsschwierigkeiten und -versuche: Ontologie als Inventarliste alles real existierenden vs. Ontologie zur Kategorisierung und Beschreibung der Mechanik von stabilisierten Kontexten

Zum Umgang mit Formalismen und Ärger: das treue Subjekt

Artikel: "Das treue Subjekt" (2012/Feb/17)

Tags: Mathem, Lacan

Das Prinzip der wohlwollenden Interpretation und seine Grenzen

Artikel: "The Matheme of the Event" (2012/Feb/22)

Tags: non-well-founded set theory, Hermeneutik, Mathematik

  • Die Grenzen von Mathematik sind nicht so weit wie die Grenzen der Welt, aber weiter als die Grenzen von Badious Ontologie, die auf jener Mathematik aufbaut, die auf die ZF-Axiome beschränkt ist.
  • Unsere Verständigungs-Versuche rund um das Mathem des Ereignisses lassen sich wie folgt zusammenfassen:
  1. Mathematik = Ontologie
  2. Mengenlehre = Ontologie
  3. ZFC = Ontologie
  4. ZFC = die Lehre von allem Existierendem
  5. ZFC = die Lehre von der Mechanik des Sich-Präsentierens
  • Matheme als außer-mathematische Übungen zur Modellierung von menschlichem Verhalten sind ähnlich wie UML-Diagramme als Ausweg aus der endlosen Aufzählung von Einzelheiten, wobei die einen einen Fan-Club haben, die anderen eine Community mit Use-Cases und Standardisierungen.
  • "the meaning of a red light per se" vs. "the meaning of human gestures in the event of a car accident"
  • "the meaning of a formulae per se" vs. "the meaning of the french revolution"

Verstehen ist der Sache nach Verstehen...

Artikel: "Situations and Horizons" (2012/Mar)

Tags: Gadamer, Horizonte

  • ... und wenn nicht: historisch oder psychologisch "Verstehen".
  • Badiou weist darauf hin: Die formale Modellierung von Situationen (Teilaspekten der Welt) gibt es auch in der analytischen Philosophie (Barwise and Perry).
  • Alenka Zupancic weist darauf hin: Die formale Beschreibung von reinem Sein als vielfach-sein und "Exzess-seiner-selbst"-sein weist Parallelen auf zu Freuds sein als sexuell-sein.

Gadamer oder Molotov-Cocktails des Verstehens

Artikel: "A Fusion of Horizons?" (2012/Apr)

Tags: Gadamer, Horizonte

  • Unifizieren und Aufbrechen