29.1.2014 Ricoeur, Paul (1969): Zweites Buch. Dritter Teil. Kapitel III. Fragen: Unterschied zwischen den Versionen

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Was um Himmels willen hat gerade Aschenputtel, als die dritte Schwester (Frau) mit dem Tod zu tun? Igendwie habe ich das Gefühl, dass Ricoeur hier ein wenig übertreibt. Außerdem ist es so, dass hier die Männerwelt von Freud durch einen Mann kommentiert wird, der das widerspruchslos hinnimmt. Frauen haben scheinbar kein eigenes Leben, sondern tauchen nur als Symbolbildungen der Männer auf. Denn hier bekommt der Menschen (Mann/Paris) die Schöne (Symbol/Helena), welche dann sogar zum Symbol des Todes wird. Denn selbstverständlich war es allein ihrer Schönheit zuzuschreiben, dass der trojanische Krieg begann und nicht der Tatsache, dass Paris sich nicht zurückhalten konnte. Auch verstehe ich nicht, warum die Mutter, die ja vor allem ein Symbol des immer erneuten Lebens ist, hier gerade zum Symbol des Todes wird. Ist es deshalb, weil alles das geboren wurde, schlussendlich auch sterben muss? --[[Benutzer:IA|IA]] ([[Benutzer Diskussion:IA|Diskussion]]) 09:17, 25. Jan. 2014 (CET)
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Das mit der "dritten Frau" ist insofern interessant, dass sich hier eine Art Position zum Leben sowie zum Tod auftut? Die einen, die (potentiell) gebären ''und'' geboren werden und diejenigen, die (nur) geboren werden . Er schreibt, es gehe darum, dass ''der Mensch'' etwas begreifen müsse (339), aber in diesem Kontext geht es vielmehr um die 'eine Seite' der Menschen? Denn, wessen Ängste/regressiven Phantasien(340) liest, hört, sieht man? Fast ausschließlich immer(?)ist es der Dichter, der Regisseur, der Autor? (schließt nicht aus, das weibliche Menschen nicht auch 'regressive Phantasien' zu was auch immer übertragen können,aber auf gänzlich andere Weise?).
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Wenn Ricoeur vom Wunsch schreibt, als ödipales Drama (Verweis auf bestimmte Bezugspersonen und bestimmte familiale Konstellationen) und diesen als eine nicht zu herabsetzende Spannung beschreibt (330), stellt sich mir ganz allgemein gedacht eine Frage:  Was etabliert sich, wenn es keine 'Eine' (Bezugsperson) gibt? Welche Art von Wunschdynamik etabliert sich dann, oder welche Art von Spannung?
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Ich hab übrigens zur letzten 'Ricoeur-Sitzung' diesen Text gelesen, ist scheinbar niemandem aufgefallen, also verweise ich bezüglich meiner übrigen Fragen auf ebenda(mals). --[[Benutzer:CoS|CoS]] ([[Benutzer Diskussion:CoS|Diskussion]]) 19:20, 26. Jan. 2014 (CET)
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Was um Himmels willen hat gerade Aschenputtel, als die dritte Schwester (Frau) mit dem Tod zu tun? Igendwie habe ich das Gefühl, dass Ricoeur hier ein wenig übertreibt. Außerdem ist es so, dass hier die Männerwelt von Freud durch einen Mann kommentiert wird, der das widerspruchslos hinnimmt. Frauen haben scheinbar kein eigenes Leben, sondern tauchen nur als Symbolbildungen der Männer auf. Denn hier bekommt der Menschen (Mann/Paris) die Schöne (Symbol/Helena), welche dann sogar zum Symbol des Todes wird. Denn selbstverständlich war es allein ihrer Schönheit zuzuschreiben, dass der trojanische Krieg begann und nicht der Tatsache, dass Paris sich nicht zurückhalten konnte. Auch verstehe ich nicht, warum die Mutter, die ja vor allem ein Symbol des immer erneuten Lebens ist, hier gerade zum Symbol des Todes wird. Ist es deshalb, weil alles das geboren wurde, schlussendlich auch sterben muss? --[[Benutzer:IA|IA]] ([[Benutzer Diskussion:IA|Diskussion]]) 09:17, 25. Jan. 2014 (CET)
 

Version vom 26. Januar 2014, 19:20 Uhr


Was um Himmels willen hat gerade Aschenputtel, als die dritte Schwester (Frau) mit dem Tod zu tun? Igendwie habe ich das Gefühl, dass Ricoeur hier ein wenig übertreibt. Außerdem ist es so, dass hier die Männerwelt von Freud durch einen Mann kommentiert wird, der das widerspruchslos hinnimmt. Frauen haben scheinbar kein eigenes Leben, sondern tauchen nur als Symbolbildungen der Männer auf. Denn hier bekommt der Menschen (Mann/Paris) die Schöne (Symbol/Helena), welche dann sogar zum Symbol des Todes wird. Denn selbstverständlich war es allein ihrer Schönheit zuzuschreiben, dass der trojanische Krieg begann und nicht der Tatsache, dass Paris sich nicht zurückhalten konnte. Auch verstehe ich nicht, warum die Mutter, die ja vor allem ein Symbol des immer erneuten Lebens ist, hier gerade zum Symbol des Todes wird. Ist es deshalb, weil alles das geboren wurde, schlussendlich auch sterben muss? --IA (Diskussion) 09:17, 25. Jan. 2014 (CET)



Das mit der "dritten Frau" ist insofern interessant, dass sich hier eine Art Position zum Leben sowie zum Tod auftut? Die einen, die (potentiell) gebären und geboren werden und diejenigen, die (nur) geboren werden . Er schreibt, es gehe darum, dass der Mensch etwas begreifen müsse (339), aber in diesem Kontext geht es vielmehr um die 'eine Seite' der Menschen? Denn, wessen Ängste/regressiven Phantasien(340) liest, hört, sieht man? Fast ausschließlich immer(?)ist es der Dichter, der Regisseur, der Autor? (schließt nicht aus, das weibliche Menschen nicht auch 'regressive Phantasien' zu was auch immer übertragen können,aber auf gänzlich andere Weise?).

Wenn Ricoeur vom Wunsch schreibt, als ödipales Drama (Verweis auf bestimmte Bezugspersonen und bestimmte familiale Konstellationen) und diesen als eine nicht zu herabsetzende Spannung beschreibt (330), stellt sich mir ganz allgemein gedacht eine Frage: Was etabliert sich, wenn es keine 'Eine' (Bezugsperson) gibt? Welche Art von Wunschdynamik etabliert sich dann, oder welche Art von Spannung? Ich hab übrigens zur letzten 'Ricoeur-Sitzung' diesen Text gelesen, ist scheinbar niemandem aufgefallen, also verweise ich bezüglich meiner übrigen Fragen auf ebenda(mals). --CoS (Diskussion) 19:20, 26. Jan. 2014 (CET)



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